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Hacking-Regeln¶
Hacking in Corporate Wars folgt dem Knotenprinzip. Ein Hacker kann ein Ziel nicht allein deshalb angreifen, weil er es sehen oder dessen Existenz kennen kann. Er benötigt einen technischen Weg zum Ziel.
Dieser Weg führt über Geräte, Netze und Schnittstellen. Jeder überwundene Knoten bringt den Hacker näher an sein eigentliches Ziel.
RAM-Zustände¶
Der gesamte RAM eines Neuralprozessors befindet sich jederzeit in einem von vier Zuständen.
Blockierter RAM¶
Blockierter RAM ist dauerhaft durch Cyberware, Systeme oder fest installierte Prozesse belegt. Er steht für Hacking nicht zur Verfügung und wird nicht durch Clean Up freigegeben.
Aktiver RAM¶
Aktiver RAM wird gegenwärtig von einem Hack, einem kontrollierten Knoten oder einem laufenden System genutzt. Solange der Effekt besteht, bleibt dieser RAM aktiv.
Endet der Hack oder das System, wird der RAM nicht sofort frei, sondern zunächst belegt.
Belegter RAM¶
Belegter RAM wird nicht mehr aktiv genutzt, enthält aber noch Datenreste, Prozesse und temporäre Routinen. Er kann bis zum nächsten Clean Up nicht erneut verwendet werden.
Am Ende jeder Kampfrunde wird pro Cleanup-Wert des Prozessors ein belegter RAM automatisch bereinigt und zu freiem RAM.
Freier RAM¶
Freier RAM ist ungenutzt und kann unmittelbar für Hacks, Systeme oder Zugriffe eingesetzt werden.
Knoten und Verbindungen¶
Knoten sind alle Systeme, die Daten empfangen, verarbeiten oder weiterleiten. Dazu gehören Dataphones, Zugriffspunkte, Gateways, Antennen, Provider-Systeme, Server, Fahrzeuge und andere vernetzte Geräte.
Um ein Zielgerät hacken zu können, muss der Hacker zunächst eine Datenverbindung zu diesem Gerät aufbauen. Diese Verbindung kann direkt erfolgen oder über mehrere Zwischenknoten führen.
Typische Wege sind:
-
Hacker → Dataphone (via Airwire, Kabel, TouchLink)
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Hacker → lokales Netz → Dataphone
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Hacker → öffentliches Netz → Gateway → lokales Netz → Dataphone
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Hacker → Gateway → Provider → Verbindung → Dataphone
-
Hacker → Antenne → Dataphone
Jeder Zwischenknoten muss kontrolliert werden, bevor der Hacker den nächsten Abschnitt des Weges nutzen kann. Ein nicht kontrollierter Knoten blockiert den weiteren Zugriff.
Der gewählte Weg bestimmt damit, wie viele Knoten gleichzeitig offen gehalten werden müssen und wie viel RAM gebunden ist. Je näher sich der Hacker am Ziel befindet, desto kürzer ist der Weg und desto weniger RAM benötigt er.
Das heisst, ein Hacker kann sich den Zugriff erleichtern, indem er sich physischen Zugang zu einem Knoten verschafft. Eine direkte Verbindung über Kabel, Airwire oder einen lokalen Zugriffspunkt verkürzt den Weg zum Ziel und bindet entsprechend weniger RAM.
Alternativ kann der Hacker auf sicherer Distanz bleiben. Dann muss er sich jedoch durch mehrere Zwischenknoten arbeiten, jeden davon kontrollieren und zusätzlichen RAM gebunden halten.
Nähe senkt damit den technischen Aufwand, erhöht aber das persönliche Risiko. Distanz schützt den Hacker, macht den Angriff jedoch aufwendiger und ressourcenintensiver.
Auf einen Knoten zugreifen¶
Um auf einen Knoten zuzugreifen, muss dieser entweder über eine offene Netzverbindung erreichbar sein oder der Hacker benötigt physischen Zugriff. Physischer Zugriff kann über ein Kabel, eine Wartungsschnittstelle, Airwire oder einen lokalen Zugriffspunkt erfolgen.
In einen Knoten eindringen¶
Jeder Knoten besitzt einen eigenen Firewall-Wert. Dieser bestimmt den Widerstand gegen Hacking-Proben.
Der Hacker setzt die Hacking-Aktion In Knoten eindringen ein. Bei erfolgreicher Hacking-Probe gegen die Firewall des Knotens erhält er Zugriff und kann dessen Funktionen nutzen.
Der Zugriff bindet 1 RAM. Dieser RAM bleibt belegt, solange der Hacker den Knoten kontrolliert.
Berechtigungen¶
Je höher die Berechtigung, desto tiefer kann der Hacker in das System eingreifen.
Besucherrechte¶
Besucherrechte erlauben nur öffentlich oder ausdrücklich freigegebene Funktionen.
Der Hacker kann:
-
öffentliche Informationen lesen,
-
freigegebene Systemfunktionen bedienen,
-
sichtbare Verbindungen analysieren,
-
öffentlich zugängliche Daten finden,
-
von diesem Knoten aus verbundene Knoten angreifen.
Er kann keine internen Daten verändern und keine geschützten Funktionen auslösen.
Benutzerrechte¶
Benutzerrechte entsprechen einem gewöhnlichen angemeldeten Nutzer.
Der Hacker kann zusätzlich:
-
persönliche und gewöhnliche interne Daten lesen,
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Daten hoch- und herunterladen,
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gewöhnliche Einstellungen verändern,
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normale Funktionen des Systems bedienen,
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eigene Prozesse und Verbindungen verwalten.
Er kann keine Sicherheitsfunktionen, fremden Benutzerkonten oder zentralen Systeme kontrollieren.
Systemrechte¶
Systemrechte erlauben Eingriffe in den Betrieb des Knotens.
Der Hacker kann zusätzlich:
-
geschützte Systemfunktionen bedienen,
-
Daten editieren, löschen oder verbergen,
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Prozesse starten und beenden,
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Datenströme überwachen oder manipulieren,
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angeschlossene Geräte und Subsysteme steuern,
-
Systemfunktionen sperren oder das System herunterfahren,
-
lokale Protokolle und Sicherheitsroutinen verändern.
Er kann jedoch keine grundlegenden Sicherheitsregeln, Benutzerrechte oder Administratorfunktionen verändern.
Administratorrechte¶
Administratorrechte gewähren vollständige Kontrolle über den Knoten.
Der Hacker kann zusätzlich:
-
Benutzer und Berechtigungen verändern,
-
Sicherheitsstufen und Firewall-Einstellungen beeinflussen,
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Administrator- und Wartungsfunktionen verwenden,
-
Hintertüren anlegen,
-
andere Benutzer trennen,
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Verbindungen dauerhaft sperren oder neu einrichten,
-
sämtliche Daten und Systemprozesse kontrollieren.
Administratorrechte erlauben dennoch nur Funktionen, die der Knoten technisch besitzt.
Verbindungen analysieren¶
Nach dem Eindringen kann der Hacker den Knoten mit Analysieren untersuchen. Bei Erfolg erkennt er dessen direkte Verbindungen, angeschlossene Geräte und mögliche Wege zu weiteren Knoten.
Der Hacker kann nur jene Knoten angreifen, die über eine erkannte Verbindung erreichbar sind.
Durch das Netz bewegen¶
Der Hacker wiederholt diesen Ablauf, bis er das Zielgerät oder die gesuchten Daten erreicht. Jeder nicht kontrollierte Zwischenknoten blockiert den weiteren Zugriff. Wird ein kontrollierter Knoten geschlossen oder zurückgesetzt, verliert der Hacker auch alle Verbindungen, die über diesen Knoten führen.
Sicherheitsstufe¶
Jeder Knoten besitzt zusätzlich eine Sicherheitsstufe. Sie zeigt, wie stark das System auf verdächtige Aktivitäten reagiert. Misslungene Hacking-Proben, Patzer und auffällige Hacks können die Sicherheitsstufe erhöhen. Erfolgreiche Gegenmassnahmen oder das Löschen von Spuren können sie wieder senken.
Grün¶
Der Knoten arbeitet normal. Der Hacker wurde nicht erkannt und kann unbemerkt handeln.
Gelb¶
Das System hat ungewöhnliche Aktivitäten bemerkt. Weitere Fehler können einen Alarm auslösen.
Orange¶
Ein Angriff wurde erkannt. Sicherheitsprogramme reagieren, Verbindungen werden geprüft und Administratoren oder Wachpersonal alarmiert.
Rot¶
Der Knoten befindet sich in vollständiger Abriegelung. Verbindungen werden getrennt, Zugänge gesperrt und aktive Gegenmassnahmen eingeleitet.
Hacks ausführen¶
Ablauf¶
1. RAM zuweisen¶
Hat der Hack RAM-Kosten, muss mindestens diese Menge freien RAMs verfügbar sein. Der benötigte RAM wird beim Start des Hacks belegt.
Hacks mit einer unmittelbaren Wirkung geben den belegten RAM nach Abschluss des Hacks wieder frei. Bei anhaltenden Hacks bleibt der RAM belegt, bis der Effekt endet oder der Hacker das Programm abbricht.
2. Hackprobe¶
Jetzt wird der Hack tatsächlich ausgeführt. Der Hacker legt eine Probe auf Hacking ab. Das Ziel legt eine Gegenprobe auf Firewall ab.
Ist das Ergebnis des Hackers besser, war der Hack erfolgreich. Die QS-Differenz bestimmt die Stärke des Effekts entsprechend der Beschreibung des Hacks.
Wurde der Hack verstärkt, erhält der Hacker bei erfolgreicher Hackprobe zusätzlich +1 QS.
Bei einem Patzer des Hackers kommt es unmittelbar zu einer Rückkopplung.
Kann oder darf ein Ziel keine eigene Probe ablegen, verwendet es stattdessen seinen festen Firewall-Wert als Widerstand.
3. Wirkung ermitteln¶
Bei erfolgreicher Hackprobe wird der Effekt des Hacks angewendet.
Bei einem unmittelbaren Hack wird der belegte RAM nach Abschluss wieder freigegeben. Bei einem anhaltenden Hack bleibt der RAM belegt, solange der Effekt aktiv ist.
Der Hacker kann einen anhaltenden Hack jederzeit beenden und den belegten RAM dadurch wieder freigeben.