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Das Netz in 20XX¶

Das Netz ist kein einheitliches, überall offenes Internet. Es besteht aus mehreren übereinanderliegenden Schichten mit unterschiedlichen Zugängen, Standards und Sicherheitsstufen.
Die meisten Bürger erleben nur die Oberfläche ihres Providers. Dahinter liegen lokale Firmen-, Gebäude- und Personennetze, die deutlich stärker abgeschottet sind.
Aufbau des Netzes¶
Öffentliche Netzdienste¶
Die sichtbare Oberfläche besteht aus grossen Diensten wie Aegis Online, OmniStar Network oder Nakamura HomeNet. Sie bieten Nachrichten, Mailboxen, Foren, Kleinanzeigen, Spiele, Finanzdienste und persönliche Präsenzen. Die Nutzer wählen sich über Modem, Kabel, Funk oder öffentliche Terminals ein. Meist landen sie zunächst im geschlossenen Angebot ihres Providers. Der Wechsel in andere Netze ist möglich, aber langsam, teuer und nicht immer kompatibel. Diese Schicht ist kommerziell, überwacht und voller Werbung. Sie eignet sich für Recherche, Kommunikation, Betrug, Kontenmanipulation und Informationsbeschaffung.
Offene Informationsnetze¶
Zwischen den grossen Providern liegen Verzeichnisse, Datenbanken, Mailboxsysteme und frei erreichbare Server. Dort finden sich Firmenpräsenzen, öffentliche Register, Kleinanzeigen, Fanclubs, politische Gruppen und private Seiten. Suchmaschinen im modernen Sinn existieren kaum. Nutzer arbeiten mit redaktionellen Katalogen, Verzeichnissen, Empfehlungen und direkten Adressen. Wer nicht eingetragen ist, bleibt schwer auffindbar. Diese offene Schicht ist unübersichtlich, fragmentiert und voller veralteter Daten. Genau deshalb eignet sie sich hervorragend für falsche Identitäten, tote Briefkästen und versteckte Angebote.
Geschlossene Firmennetze¶
Konzerne betreiben eigene interne Netze für Personal, Kommunikation, Produktion, Forschung und Verwaltung. Diese Systeme sind nicht frei aus dem öffentlichen Netz erreichbar. Ein öffentlicher Zugang führt höchstens zu einem kontrollierten Gateway. Wirklich sensible Daten liegen dahinter in lokalen oder regionalen Netzen. Hier beginnen die meisten ernsthaften Netzhacks.
Lokale Einsatznetze¶
Gebäude, Fahrzeuge, Fabriken, Sicherheitsanlagen und Drohnen bilden lokale Netze. Sie verbinden Kameras, Türen, Sensoren, Terminals, Geschütze und Steuergeräte. Diese Systeme sind räumlich begrenzt und meist nur vor Ort oder über kurze Funkstrecken erreichbar. Dadurch bleibt Hacking ein Teil des Einsatzes und ersetzt nicht den physischen Einbruch. Ein Runner kann von aussen Informationen sammeln. Um Türen, Kameras oder Geschütze zu kontrollieren, muss er jedoch in das lokale Netz gelangen.
Persönliche Netze¶
Neuralprozessor, Dataphone, Cyberware, Smartwaffen und persönliche Sensoren bilden ein kleines eigenes Netzwerk um eine Person. Dieses persönliche Netz ist das direkte Ziel von Cyberware-Hacks. Der Hacker greift also nicht abstrakt ein Implantat an, sondern dringt in das persönliche System ein und manipuliert angeschlossene Komponenten.
Isolierte Systeme¶
Besonders sensible Anlagen bleiben vollständig getrennt. Militärtechnik, Forschungsserver, strategische Infrastruktur und kritische Steuerungen besitzen keinen dauerhaften Zugang zum öffentlichen Netz. Ein Angriff erfordert direkten Kontakt, ein Kabel, ein Wartungsgerät oder eine zuvor eingeschleuste Hardware. Je wertvoller das Ziel, desto näher muss der Hacker heran.
Schwarze Netze¶
Neben den offiziellen Schichten existieren Piratennetze, illegale BBS, Funkknoten, Dead-Drop-Server und wechselnde Schattennetze. Sie verbinden Schmuggler, Runner, Datenhehler, politische Gruppen und unabhängige Techniker. Solche Netze sind schwer zu finden, unzuverlässig und oft infiltriert. Ihre grösste Stärke ist nicht technische Überlegenheit, sondern fehlende Zuständigkeit.
Populäre Netzseiten¶
Die meisten Bürger bewegen sich nur innerhalb weniger grosser Netzdienste. Dort lesen sie Nachrichten, verwalten ihre Konten, suchen Arbeit, kaufen ein und streiten mit Fremden über Waffen, Musik oder die richtige Fütterung eines Kampfhundes.
Eine Netzseite wird selten über eine Suchmaschine gefunden. Nutzer folgen Einträgen in redaktionellen Verzeichnissen, Werbeanzeigen, Empfehlungen oder direkt eingegebenen Adressen. Erfolgreiche Seiten sind deshalb entweder Teil eines grossen Providers oder bezahlen dafür, in dessen Katalog weit oben zu erscheinen.
Der Begriff Netzseite wird dabei grosszügig verwendet. Manche Angebote bestehen nur aus einigen Informationsseiten und einer Mailbox. Andere bilden eigene Netzwelten mit Nachrichtenkanälen, Handelsplätzen, Diskussionsräumen und kostenpflichtigen Diensten. Der Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern ist möglich, aber nicht immer schnell, günstig oder technisch sauber.
Aegis Online¶
Aegis Online ist der grösste allgemeine Netzdienst der Incorporated States. Unternehmen, Behörden, Freiberufler und wohlhabende Privatkunden nutzen ihn für Nachrichten, elektronische Post, Finanzinformationen, Datenübertragung und geschäftliche Kontakte.
Die Oberfläche ist nüchtern, dicht und voller Menüs. Neue Nutzer fühlen sich schnell verloren, während erfahrene Anwender mit wenigen Befehlen Firmenregister, Börsenkurse, öffentliche Akten und Branchenverzeichnisse durchsuchen können. Viele Arbeitgeber und Geschäftspartner erwarten eine bestätigte Aegis-Adresse. Anonyme oder vorausbezahlte Konten besitzen deutlich weniger Funktionen.
Zu Aegis Online gehören:
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Aegis Mail für elektronische Nachrichten und Datenanhänge
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Business Directory mit Firmen, Führungskräften und Geschäftskontakten
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JobBoard für Stellenangebote und freie Auftragnehmer
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MarketWatch mit Kursen, Unternehmensmeldungen und Rohstoffpreisen
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Public Records mit öffentlich zugänglichen Registern
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Secure Transfer für verschlüsselte Geschäftsdaten
Aegis Online gilt als zuverlässig und sicher. Es gilt ebenso als praktisch unmöglich, dort vollständig zu verschwinden. Gelöschte Nachrichten, alte Profile und frühere Zugriffe können noch Jahre später in Sicherungen oder Diagnosearchiven liegen.
OmniStar Network¶
Das OmniStar Network verbindet Nachrichten, Fernsehen, Film, Musik, Werbung und Fanclubs in einem einzigen Unterhaltungsdienst. Seine Startseiten sind laut, bunt und ständig in Bewegung. Trailer starten automatisch, Moderatoren begrüssen den Nutzer mit Namen und beinahe jede Fläche führt zu einem Produkt, einem Abonnement oder einer Abstimmung.
Über OmniWatch können Kunden mehr als zweihundert Fernsehkanäle abrufen. OmniNews liefert Nachrichten, StarTalk verbindet Zuschauer mit moderierten Fanräumen und MusicBox verkauft Singles, Konzertmitschnitte und digitale Mixtapes. Auf Angel Stars Online erscheinen täglich Gerüchte, Paparazzibilder und angeblich exklusive Interviews.
OmniStar passt Inhalte an das Profil des Zuschauers an. Zwei Nutzer können dasselbe Ereignis mit unterschiedlichen Schlagzeilen, Bildern und Experten sehen. Der Konzern bezeichnet das als persönliche Relevanz. Kritiker verwenden andere Begriffe, werden aber selten zu den grossen Diskussionssendungen eingeladen.
Nakamura HomeNet¶
Nakamura HomeNet ist der familienfreundliche Netzdienst für Haushalt, Lernen, Einkaufen und Unterhaltung. Er ist auf Nakamura-Terminals vorinstalliert und verbindet Fernseher, Küchenautomaten, Klimaanlagen, Haushaltsroboter und Spielkonsolen miteinander.
Die Bedienung ist einfach, farbig und weitgehend symbolgestützt. Kinder können Lernprogramme starten, Eltern Rechnungen bezahlen und Haushaltsgeräte melden selbstständig, wenn sie Wartung oder neue Verbrauchsmittel benötigen. Über Shop@Home lassen sich Lebensmittel und Geräte bestellen, während DeviceCare Fehlerdiagnosen durchführt und bei Bedarf einen Servicetechniker bucht.
HomeNet lernt aus den Gewohnheiten seiner Nutzer. Es weiss, wann eine Familie aufsteht, was sie isst, welche Programme sie sieht und wann ein Gerät wahrscheinlich ersetzt werden muss. Daraus entstehen ausgesprochen passende Angebote. Dass manche Nutzer Produkte angezeigt bekommen, bevor sie selbst wissen, dass sie sie benötigen, gilt als besondere Stärke des Dienstes.
Liberty Directory¶
Liberty Directory ist das wichtigste Verzeichnis der offenen Netze. Es handelt sich nicht um eine automatische Suchmaschine, sondern um einen redaktionell gepflegten Katalog. Mitarbeiter prüfen eingereichte Seiten, ordnen sie Themenbereichen zu und verfassen kurze Beschreibungen.
Das Verzeichnis umfasst Unternehmen, Behörden, Fanclubs, politische Gruppen, Händler, private Archive und öffentliche Mailboxen. Bezahlte Einträge erscheinen weiter oben und erhalten auffällige Symbole. Besonders zahlungskräftige Kunden können ihre Konkurrenz als unbestätigt, veraltet oder möglicherweise unsicher markieren lassen.
Wer nicht im Liberty Directory steht, ist nicht unsichtbar. Er ist lediglich darauf angewiesen, dass jemand seine genaue Adresse kennt. Für Runner ist das Verzeichnis ein guter Ausgangspunkt für Recherchen – und ein zuverlässiger Weg, nur jene Informationen zu finden, die gefunden werden sollen.
FreeMarket¶
FreeMarket ist der grösste Kleinanzeigen- und Handelsplatz der Incorporated States. Angeboten werden Fahrzeuge, Wohnungen, Elektronik, Waffen, Haustiere, Ersatzteile, Gebrauchtcyberware und Dienstleistungen jeder Art.
Verkäufer können ihre Identität, Adresse und Kreditwürdigkeit bestätigen lassen. Viele verzichten darauf. Bewertungen sollen Vertrauen schaffen, können aber gekauft, gefälscht oder durch Freunde abgegeben werden. Besonders günstige Angebote enden häufig mit dem Hinweis, dass Ware nur persönlich, gegen Bargeld und ohne weitere Fragen übergeben wird.
FreeMarket entfernt offensichtlich illegale Angebote. Weniger offensichtliche bleiben online, bis sich ein Rechteinhaber, Sicherheitsdienst oder ausreichend einflussreicher Kunde beschwert. Die Grenze zwischen Gebrauchthandel und Hehlerei verläuft deshalb meist dort, wo die Artikelbeschreibung besonders vage wird.

Crownwell Direct¶
Crownwell Direct ist das zentrale Kundenportal von Crownwell American Financial. Nutzer prüfen Konten, überweisen Geld, verwalten Versicherungen und beantragen Kredite. Verträge können direkt über ein Kartenlesegerät, eine Identifikationsdisk oder ein angeschlossenes Firmenkonto bestätigt werden.
Das Portal wirkt ruhig und vertrauenswürdig. Dunkle Hintergründe, goldene Rahmen und freundliche Berater unterscheiden es deutlich von den lauten Angeboten anderer Konzerne. Jede Seite vermittelt den Eindruck, dass Crownwell bereits eine Lösung vorbereitet hat.
Bei Zahlungsschwierigkeiten erscheint automatisch ein Beratungsfenster. Es bietet Ratenverlängerungen, Umschuldung, Arbeitsprogramme oder die vorübergehende Übertragung einzelner Nutzungsrechte an. Crownwell Direct lässt niemanden mit seinen finanziellen Problemen allein. Es sorgt dafür, dass sie langfristig und profitabel verwaltet werden.
WorkForce America¶
WorkForce America ist die wichtigste Stellen- und Auftragsbörse des Landes. Konzerne, Fabriken, Sicherheitsfirmen und private Haushalte suchen dort Arbeiter, Techniker, Fahrer, Pflegekräfte und kurzfristige Spezialisten.
Bewerber hinterlegen Ausbildung, Berufserfahrung, Gesundheitsstatus, Konzernzugehörigkeit und gewünschte Bezahlung. Unternehmen können zusätzliche Prüfungen verlangen, darunter Kreditberichte, Versicherungsdaten oder Loyalitätsnachweise.
Runneraufträge erscheinen selten unter ihrer tatsächlichen Bezeichnung. Typische Ausschreibungen lauten:
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diskrete Rückführung von Firmeneigentum
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kurzfristige Sicherheitsberatung
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Schutz eines sensiblen Transports
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unabhängige Konfliktlösung
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technische Prüfung unter erschwerten Bedingungen
Wer auf ein solches Angebot antwortet, erhält meist nur eine Kontaktadresse und den Zeitpunkt eines persönlichen Treffens. Seriöse Auftraggeber verschweigen die gefährlichen Details schliesslich nicht. Sie besprechen sie nur lieber ohne schriftliche Aufzeichnung.
HomeSpace¶
HomeSpace stellt Privatpersonen günstigen Speicherplatz und einfache Werkzeuge für eigene Netzseiten zur Verfügung. Ohne Programmierkenntnisse können Nutzer Texte, Bilder, Musik, Gästebücher und Dateiarchive veröffentlichen.
Die meisten Seiten besitzen grelle Hintergründe, blinkende Überschriften, animierte Symbole und automatisch startende Musik. Dort finden sich Bandseiten, Fanclubs, Verschwörungstheorien, private Tagebücher, Urlaubsbilder, Waffenvergleiche und die Selbstdarstellung lokaler Runnercrews.
HomeSpace ist in sogenannte Neighbourhoods gegliedert:
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NeonStreet für Nachtleben, Mode und Musik
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StarPort für Raumfahrt und Science-Fiction
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GunTown für Waffen und Selbstverteidigung
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DreamHouse für Familien, Wohnen und Heimtechnik
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ShadowLane für Hacker, Runner und Menschen, die behaupten, keine Verbrechen zu begehen
Viele Seiten wurden seit Jahren nicht aktualisiert. Sie bleiben trotzdem erreichbar, solange das Konto bezahlt oder vom System vergessen wird. Zwischen kaputten Bildern, toten Verweisen und alten Gästebucheinträgen liegen häufig Informationen, die aus offiziellen Archiven längst entfernt wurden.
ChatterBox¶
ChatterBox ist ein Verbund aus öffentlichen und privaten Diskussionsräumen. Nutzer schreiben Nachrichten in thematischen Boards, beantworten Beiträge und versenden private Mitteilungen.
Jeder Raum besitzt eigene Moderatoren und Regeln. Manche werden von Konzernen betrieben, andere von Fans, politischen Gruppen, Stadtteilorganisationen oder einzelnen Technikenthusiasten. Besonders beliebt sind Waffenforen, Musikboards, Reparaturgruppen, Verschwörungsräume und lokale Nachrichtenkanäle.
ChatterBox ist langsam, unübersichtlich und voller persönlicher Fehden. Genau das macht den Dienst wertvoll. Nutzer veröffentlichen dort Details, die sie niemals einer Zeitung oder Behörde mitteilen würden. Ein Hacker kann über ein technisches Problem berichten, ein Wachmann über seinen Arbeitgeber schimpfen oder ein Gangmitglied versehentlich verraten, in welchem Club es den Abend verbringt.
GameGrid¶
GameGrid verbindet Spielhallen, Heimkonsolen und Computerterminals zu einem gemeinsamen Spielenetz. Nutzer treten in Weltraumsimulationen, Arenakämpfen, Rennspielen und taktischen Kriegsspielen gegeneinander an.
Schnelle Echtzeitspiele funktionieren vor allem innerhalb derselben Stadt oder desselben Providers. Über grössere Entfernungen dominieren rundenbasierte Strategie-, Handels- und Managementspiele. Besonders beliebt sind Konzernsimulationen, in denen Spieler Märkte übernehmen, Konkurrenz sabotieren und feindliche Vorstandsvorsitzende entführen lassen.
Ranglisten sind öffentlich. Erfolgreiche Spieler gewinnen Preise, Sponsoren oder Einladungen zu Turnieren. Sicherheitsfirmen und Konzerne beobachten die besten Teilnehmer gelegentlich genauer. Ein Jugendlicher, der jeden Abend virtuelle Raumjäger abschiesst, könnte schliesslich genau das Talent besitzen, das ein echter Arbeitgeber sucht.
Runners Exchange¶
Runners Exchange ist eine halböffentliche Plattform für unabhängige Auftragnehmer. Registrierte Runner können dort Fähigkeiten, Einsatzgebiete, Referenzen und Haftungsstatus veröffentlichen. Vermittler durchsuchen die Profile und kontaktieren geeignete Einzelpersonen oder Crews.
Öffentliche Ausschreibungen enthalten selten konkrete Ziele. Sie nennen Branche, Einsatzdauer, erwartetes Risiko und gewünschte Kompetenzen. Weitere Informationen werden erst nach einer Identitätsprüfung, einer Verschwiegenheitserklärung oder einem persönlichen Treffen freigegeben.
Runner bewerten Auftraggeber nicht öffentlich. Stattdessen existieren geschlossene Empfehlungslisten und Warncodes. Ein kleiner Hinweis wie „Zahlungsabwicklung nach erfolgreicher Prüfung“ kann bedeuten, dass ein Kunde lediglich vorsichtig ist. Er kann ebenso bedeuten, dass drei Crews bereits auf ihr Geld warten.
BountyNet¶
BountyNet veröffentlicht Kopfgelder, Fahndungen, Rückführungsaufträge und Meldungen über gestohlenes Eigentum. Behörden, Sicherheitsfirmen, Versicherungen, Konzerne und Privatpersonen können Ausschreibungen einstellen.
Jeder Eintrag enthält eine Beschreibung des Ziels, die verlangten Beweise und die Höhe der Belohnung. Einige Auftraggeber wollen eine lebende Person, andere einen Aufenthaltsort, ein bestimmtes Objekt oder lediglich eine glaubwürdige Bestätigung.
Die Rechtmässigkeit eines Kopfgelds hängt von Auftraggeber, Gebiet und Vertrag ab. BountyNet übernimmt keine Verantwortung dafür, ob ein Vollstrecker ausserhalb der gültigen Zone handelt. Professionelle Kopfgeldjäger prüfen deshalb Zuständigkeiten sorgfältig. Weniger professionelle prüfen zuerst, wie hoch die Belohnung ist.