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Physische Sicherheit¶

Physische Sicherheit erschwert Annäherung, Eindringen und Flucht durch die Lage einer Anlage, natürliche Hindernisse, künstliche Barrieren, Beleuchtung und bauliche Gestaltung. Sie soll Eindringlinge nicht nur aufhalten, sondern sie in kontrollierbare Bereiche lenken, Zeit gewinnen und ihre Bewegungen sichtbar machen.
Die Sicherheitsstufe bestimmt, wie konsequent diese Massnahmen kombiniert werden. Sie ersetzt keine konkrete Probe. Der Tycoon legt für jedes Hindernis fest, welche Fertigkeit verwendet wird und ob die übliche Erschwernis der Sicherheitsstufe gilt.
| Sicherheitsstufe | Übliche Erschwernis |
|---|---|
| 1 – Niedrig | ±0 |
| 2 – Mittel | –2 |
| 3 – Hoch | –4 |
| 4 – Sehr hoch | –6 |
Passendes Werkzeug, gute Vorbereitung, Baupläne oder Unterstützung von innen können die Erschwernis reduzieren. Ungeeignete Ausrüstung, Zeitdruck, schlechte Sicht oder Beschädigungen können sie erhöhen.
Natürliche Barrieren¶
Natürliche Barrieren nutzen Gelände und Umgebung, um eine Anlage schwer erreichbar zu machen. Dazu gehören Flüsse, Kanäle, Steilhänge, Wüsten, Sümpfe, Küsten, Schluchten oder grosse offene Flächen.
Niedrige Sicherheit nutzt vorhandenes Gelände, ohne es wesentlich zu verändern. Ein Kanal, eine Böschung oder eine breite Freifläche erschwert den Zugang, bleibt aber mit gewöhnlicher Ausrüstung überwindbar.
Mittlere Sicherheit verbindet das Gelände mit kontrollierten Wegen. Zufahrten führen über wenige Brücken, Tunnel oder Passagen. Seitliche Annäherungen erfordern Klettern, Schwimmen, Geländefahrzeuge oder längere Umwege.
Hohe Sicherheit wählt bewusst schwer zugängliche Standorte. Die Anlage liegt auf einer Insel, in einem Steinbruch, auf einem Bergplateau, in einer Wüste oder innerhalb eines Industrieareals. Annäherungen ausserhalb der vorgesehenen Wege sind gefährlich und leicht zu entdecken.
Sehr hohe Sicherheit macht die Umgebung selbst zu einem Teil des Verteidigungssystems. Zufahrten können gesperrt, überflutet, vermint oder durch kontrollierte Sprengungen unpassierbar gemacht werden. Rettung, Nachschub und Flucht sind ohne vorbereitete Route kaum möglich.
Typische Proben verwenden Infiltration, Operations oder Technik.
Strategisch gewählte Lage¶
Die Lage bestimmt, wie gut eine Anlage beobachtet, versorgt und verteidigt werden kann. Gute Standorte beschränken mögliche Annäherungswege und erschweren unbemerkte Flucht.
Niedrige Sicherheit befindet sich in gewöhnlicher urbaner oder industrieller Umgebung. Mehrere Strassen, Gassen, Dächer oder Nachbargebäude bieten mögliche Zugänge.
Mittlere Sicherheit besitzt kontrollierte Zufahrten und genügend Abstand zu Nachbargebäuden. Parkplätze, Vorplätze oder Lieferzonen schaffen übersichtliche Annäherungsräume.
Hohe Sicherheit liegt in einer Konzernzone, auf einem abgesperrten Campus oder innerhalb einer bewachten Industrieanlage. Der Zugang zur eigentlichen Anlage setzt bereits das Durchqueren eines kontrollierten Umfelds voraus.
Sehr hohe Sicherheit liegt innerhalb einer Arkologie, Militärbasis, Orbitalanlage oder isolierten Sonderzone. Eindringlinge müssen mehrere äussere Sicherheitsbereiche überwinden, bevor sie das eigentliche Ziel erreichen.
Die Lage erzeugt meist keine einzelne Probe. Sie bestimmt, wie viele Hindernisse überwunden werden müssen und wie leicht Verstärkung eintreffen kann.
Künstliche Barrieren¶
Künstliche Barrieren verhindern oder verzögern den Zugang. Dazu gehören Zäune, Mauern, Tore, Gräben, Poller, Sperren, Stacheldraht und versenkbare Hindernisse.
Niedrige Sicherheit verwendet gewöhnliche Zäune, einfache Tore und handelsübliche Schlösser. Die Barrieren verhindern zufälliges Eindringen, halten vorbereitete Runner aber nur kurz auf.
Mittlere Sicherheit nutzt hohe Zäune, verstärkte Tore, Übersteigschutz, Fahrzeugpoller und getrennte Personen- und Lieferzugänge. Beschädigungen oder Manipulationen lösen gewöhnlich eine Meldung aus.
Hohe Sicherheit kombiniert Mauern, doppelte Zäune, kontrollierte Zwischenräume, schwere Fahrzeugbarrieren und überwachte Tore. Barrieren sind so angeordnet, dass Eindringlinge zwischen ihnen eingeschlossen werden können.
Sehr hohe Sicherheit verwendet mehrschichtige Sperrzonen, gepanzerte Tore, versenkbare Betonbarrieren und vollständig kontrollierte Zufahrten. Einzelne Bereiche können unabhängig voneinander abgeriegelt oder aufgegeben werden.
Das Überwinden erfolgt meist mit Infiltration, Technik, Kraftakt oder schwerem Gerät. Gewaltsames Vorgehen ist oft schneller, erzeugt aber Lärm, Schäden und Alarm.
Beleuchtung¶
Beleuchtung verhindert unbemerkte Bewegung und lenkt Personen durch kontrollierte Bereiche. Sie dient nicht nur der Sicht, sondern auch Kameras, Sensoren und Wachpersonal.
Niedrige Sicherheit besitzt gewöhnliche Aussen- und Innenbeleuchtung. Dunkle Ecken, defekte Lampen und schlecht einsehbare Bereiche sind möglich.
Mittlere Sicherheit beleuchtet Zugänge, Fassaden, Parkplätze und Fluchtwege gleichmässig. Notbeleuchtung schaltet sich bei Stromausfall automatisch ein.
Hohe Sicherheit verwendet überlappende Lichtfelder, Bewegungslicht, Suchscheinwerfer und getrennte Stromkreise. Dunkle Bereiche werden als Störung erkannt und überprüft.
Sehr hohe Sicherheit besitzt redundante Beleuchtung, automatische Zielverfolgung und kontrollierte Blend- oder Stroboskopanlagen. Sicherheitskräfte können einzelne Bereiche vollständig ausleuchten oder Eindringlinge gezielt blenden.
Beleuchtung erschwert vor allem Infiltration. Das Ausschalten oder Manipulieren der Systeme verwendet Technik oder Hacking, kann aber selbst eine Alarmmeldung auslösen.
Gebäudestruktur¶
Die Gebäudestruktur bestimmt, wie leicht Wände, Fenster, Dächer, Böden und Türen überwunden werden können. Sie legt ausserdem fest, wie gut Bereiche voneinander getrennt und kontrolliert werden können.
Niedrige Sicherheit
Wände und Türen bestehen aus üblichen Baumaterialien. Fenster lassen sich öffnen oder einschlagen. Versorgungsschächte, Dächer und Nebeneingänge sind nur einfach gesichert.
Die Anlage ist gegen Einbruch geschützt, aber nicht gegen gezielte Infiltration.
Mittlere Sicherheit
Aussentüren sind verstärkt, Fenster abschliessbar oder bruchsicher. Öffentliche, interne und technische Bereiche sind baulich getrennt. Aufzüge und Treppenhäuser können zentral gesperrt werden.
Versorgungsschächte und Dächer besitzen Zugangskontrollen, bleiben aber mit geeigneter Ausrüstung erreichbar.
Hohe Sicherheit
Aussenwände und tragende Bereiche sind verstärkt. Fenster sind klein, gepanzert oder fehlen vollständig. Türen funktionieren als Sicherheitsschleusen und können einzelne Gebäudeteile abschotten.
Technische Schächte sind eng, überwacht oder nur von gesicherten Wartungsräumen erreichbar. Lüftung, Aufzüge und Fluchtwege lassen sich getrennt kontrollieren.
Sehr hohe Sicherheit
Das Gebäude ist als Verteidigungsanlage konstruiert. Wände, Böden und Decken sind gegen Sprengung und schwere Waffen verstärkt. Kritische Bereiche besitzen eigene Hüllen, Schleusen und Versorgungssysteme.
Korridore können blockiert, Aufzüge stillgelegt und ganze Sektionen versiegelt werden. Fenster dienen höchstens als gepanzerte Sichtflächen. Selbst schwere Beschädigungen öffnen nicht automatisch einen direkten Weg zum Ziel.