Sicherheit
Sicherheitsstufen
Die Sicherheitsstufe beschreibt, wie umfassend eine Anlage geschützt ist. Sie bestimmt die Zahl der Sicherheitsschichten, die Qualität der Systeme, die Reaktionsgeschwindigkeit und die vorhandenen Reserven.
Verschiedene Bereiche derselben Anlage können unterschiedliche Sicherheitsstufen besitzen. Ein öffentliches Foyer kann niedrig gesichert sein, während ein Labor hohe und ein zentrales Datenarchiv sehr hohe Sicherheit besitzt.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Niedrige Sicherheit schützt gewöhnliches Eigentum vor Diebstahl, Vandalismus und unbefugtem Zutritt.
Zugänge verwenden einfache Schlüssel, Zahlencodes oder Zugangskarten. Kameras überwachen Eingänge, Kassen, Lagerräume oder andere wichtige Bereiche. Ausserhalb der Betriebszeiten sind Türen und Fenster gesichert.
Wachpersonal ist nur zeitweise anwesend oder überwacht mehrere Standorte gleichzeitig. Alarme werden gewöhnlich zuerst geprüft, bevor Kräfte entsandt werden. Interne Netze verwenden einfache Benutzerrechte und handelsübliche Schutzprogramme.
Diese Sicherheitsstufe ist typisch für Geschäfte, Nachtclubs, Werkstätten, Motels, kleinere Büros, gewöhnliche Lagerhäuser und einfache Kliniken.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Mittlere Sicherheit kontrolliert Besucher, Personal und Lieferverkehr. Öffentliche, interne und gesicherte Bereiche sind klar voneinander getrennt.
Zugänge verwenden Firmenausweise, registrierte Geräte oder einfache biometrische Prüfungen. Sicherheitsrelevante Türen, Aufzüge und Tore können zentral verriegelt werden. Kameras, Sensoren und Zugangsprotokolle werden dauerhaft überwacht.
Bewaffnete Wachleute oder ein lokales Sicherheitsteam befinden sich vor Ort. Ein bestätigter Alarm führt innerhalb weniger Minuten zu einer organisierten Reaktion.
Die Netze der Anlage sind in mehrere Bereiche getrennt. Kritische Systeme benötigen erhöhte Berechtigungen und werden automatisch auf ungewöhnliche Zugriffe geprüft.
Diese Sicherheitsstufe ist typisch für Konzernbüros, grössere Kliniken, Produktionsanlagen, Studios, Wohnkomplexe, regionale Verwaltungszentren und wichtige Lagerhäuser.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Hohe Sicherheit verwendet mehrere voneinander unabhängige Schutzschichten.
Der Zugang wird durch Ausweise, biometrische Merkmale, persönliche Freigaben oder kontrollierte Schleusen geprüft. Besucher werden begleitet und dürfen sich nur in freigegebenen Bereichen bewegen.
Die Anlage wird durch bewaffnete Sicherheitsteams, Drohnen, automatisierte Sensoren und einen eigenen Kontrollraum überwacht. Sicherheitstüren, Brandschotts und Aufzüge können einzelne Bereiche voneinander abschotten.
Bei einem bestätigten Angriff werden Zielpersonen evakuiert, sensible Daten gesichert und externe Verstärkungen angefordert. Die Netze sind segmentiert. Sicherheits-, Verwaltungs- und Produktionssysteme verwenden getrennte Zugänge. Gegenhacker, ICE und automatische Sperrprozesse reagieren auf unberechtigte Zugriffe.
Diese Sicherheitsstufe ist typisch für Forschungslabore, Konzernzentralen, Datenzentren, hochwertige Produktionsstätten, gesicherte Kliniken und wichtige Logistikanlagen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit schützt strategische Personen, Daten, Waffen oder Infrastruktur.
Jeder Zugang wird mehrfach geprüft. Ausweis, Biometrie, persönliche Freigabe und zeitlich begrenzte Berechtigungen können gleichzeitig erforderlich sein. Lieferungen und Fahrzeuge werden vollständig kontrolliert.
Die Anlage besitzt eine eigene taktische Einsatzkraft, schwer bewaffnete Drohnen und vorbereitete Sperrzonen. Kritische Bereiche verfügen über unabhängige Energie, Luftversorgung und Kommunikationssysteme. Sicherheitseinrichtungen bleiben auch bei Stromausfall, Netzstörung oder Sabotage funktionsfähig.
Netze und Steuerungen sind stark voneinander getrennt. Besonders empfindliche Systeme besitzen keine dauerhafte Verbindung zu äusseren Netzen. Sicherheitsprozesse können Daten löschen, Systeme physisch abschalten oder ganze Bereiche versiegeln.
Ein Angriff auf eine solche Anlage kann eine konzernweite Fahndung, politische Folgen oder militärische Gegenmassnahmen auslösen.
Diese Sicherheitsstufe ist typisch für militärische Anlagen, zentrale Konzernarchive, strategische Forschungseinrichtungen, Führungsetagen, Orbitalanlagen und kritische Infrastruktur.
Alarmstufen

Die Alarmstufe beschreibt, wie eine Anlage auf ungewöhnliche Aktivitäten oder bestätigte Angriffe reagiert. Sie steigt, wenn Sicherheitskräfte eindeutige Hinweise erhalten, mehrere Meldungen zusammenpassen oder ein Angriff offen sichtbar wird.
Der Tycoon erhöht die Alarmstufe gewöhnlich um eine Stufe. Besonders schwere Vorfälle können mehrere Stufen überspringen. Sinkt die Gefahr, kann die Anlage nach angemessener Prüfung wieder auf eine niedrigere Stufe zurückkehren.
Grün – Normalbetrieb
Die Anlage arbeitet ohne erkennbare Störung. Zugänge, Kameras und Systeme werden normal überwacht. Einzelne technische Fehler, verspätete Mitarbeiter oder unklare Sensormeldungen werden protokolliert, lösen aber keine unmittelbare Reaktion aus.
Sicherheitskräfte folgen ihren normalen Routen. Türen und Netzzugänge verwenden die üblichen Berechtigungen.
Gelb – Unregelmässigkeit
Eine ungewöhnliche Aktivität wurde erkannt, aber noch nicht bestätigt. Das kann ein fehlerhafter Zugang, eine gestörte Kamera, ein unbekanntes Fahrzeug oder ein verdächtiger Netzwerkzugriff sein.
Wachpersonal überprüft den betroffenen Bereich. Kameras werden gezielt ausgewertet, Zugangsprotokolle kontrolliert und zuständige Mitarbeiter kontaktiert. Zusätzliche Kräfte halten sich bereit, ohne den Betrieb vollständig zu unterbrechen.
Runner können sich weiterhin unauffällig bewegen, müssen aber mit häufigeren Kontrollen und aufmerksamerem Personal rechnen.
Orange – Sicherheitsvorfall
Ein unbefugter Zugriff oder Eindringling wurde bestätigt. Die Anlage geht von einem echten Sicherheitsproblem aus.
Betroffene Bereiche werden abgesperrt. Sicherheitstüren und Aufzüge können verriegelt werden. Wachteams suchen nach Eindringlingen, während sensible Personen, Daten und Geräte geschützt oder verlegt werden. Gegenhacker prüfen aktive Verbindungen und versuchen, fremde Zugänge zu sperren.
Der normale Betrieb wird eingeschränkt. Besucher werden festgehalten, Mitarbeiter überprüft und externe Verstärkung vorbereitet.
Rot – Aktiver Angriff
Die Anlage befindet sich unter einem bestätigten bewaffneten, digitalen oder koordinierten Angriff. Alle verfügbaren Sicherheitskräfte werden eingesetzt.
Taktische Teams, Drohnen und schwere Ausrüstung werden aktiviert. Bereiche werden systematisch durchsucht, Fluchtwege blockiert und Netzverbindungen eingeschränkt. Zielpersonen werden evakuiert oder in gesicherte Räume gebracht. Kritische Systeme wechseln auf Notbetrieb.
Externe Sicherheitskräfte, Polizei oder Konzernverstärkungen sind unterwegs. Die Anlage versucht nicht mehr, den normalen Betrieb aufrechtzuerhalten, sondern den Angriff zu beenden.
Schwarz – Kontrollverlust
Die Leitung geht davon aus, dass zentrale Bereiche verloren sind oder unmittelbar verloren gehen könnten.
Sensible Daten werden gelöscht, verschlüsselt oder physisch zerstört. Gefährliche Prototypen werden deaktiviert, evakuiert oder vernichtet. Sicherheitsbereiche können dauerhaft versiegelt, mit Gas geflutet, vom Netz getrennt oder kontrolliert aufgegeben werden.
Führungskräfte und besonders wichtige Personen werden vollständig evakuiert. Externe Einsatzkräfte erhalten weitreichende Befugnisse. Kollateralschäden und der Verlust gewöhnlicher Mitarbeiter werden akzeptiert, wenn dadurch strategische Werte geschützt oder Angreifer eingeschlossen werden können.
Alarmstufe Schwarz bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Anlage zerstört wird. Sie bedeutet, dass der Schutz von Menschen und Sachwerten der Verhinderung eines strategischen Verlustes untergeordnet wird.
Physische Sicherheit

Physische Sicherheit erschwert Annäherung, Eindringen und Flucht durch die Lage einer Anlage, natürliche Hindernisse, künstliche Barrieren, Beleuchtung und bauliche Gestaltung. Sie soll Eindringlinge nicht nur aufhalten, sondern sie in kontrollierbare Bereiche lenken, Zeit gewinnen und ihre Bewegungen sichtbar machen.
Die Sicherheitsstufe bestimmt, wie konsequent diese Massnahmen kombiniert werden. Sie ersetzt keine konkrete Probe. Der Tycoon legt für jedes Hindernis fest, welche Fertigkeit verwendet wird und ob die übliche Erschwernis der Sicherheitsstufe gilt.
| Sicherheitsstufe | Übliche Erschwernis |
|---|---|
| 1 – Niedrig | ±0 |
| 2 – Mittel | –2 |
| 3 – Hoch | –4 |
| 4 – Sehr hoch | –6 |
Passendes Werkzeug, gute Vorbereitung, Baupläne oder Unterstützung von innen können die Erschwernis reduzieren. Ungeeignete Ausrüstung, Zeitdruck, schlechte Sicht oder Beschädigungen können sie erhöhen.
Natürliche Barrieren
Natürliche Barrieren nutzen Gelände und Umgebung, um eine Anlage schwer erreichbar zu machen. Dazu gehören Flüsse, Kanäle, Steilhänge, Wüsten, Sümpfe, Küsten, Schluchten oder grosse offene Flächen.
Niedrige Sicherheit nutzt vorhandenes Gelände, ohne es wesentlich zu verändern. Ein Kanal, eine Böschung oder eine breite Freifläche erschwert den Zugang, bleibt aber mit gewöhnlicher Ausrüstung überwindbar.
Mittlere Sicherheit verbindet das Gelände mit kontrollierten Wegen. Zufahrten führen über wenige Brücken, Tunnel oder Passagen. Seitliche Annäherungen erfordern Klettern, Schwimmen, Geländefahrzeuge oder längere Umwege.
Hohe Sicherheit wählt bewusst schwer zugängliche Standorte. Die Anlage liegt auf einer Insel, in einem Steinbruch, auf einem Bergplateau, in einer Wüste oder innerhalb eines Industrieareals. Annäherungen ausserhalb der vorgesehenen Wege sind gefährlich und leicht zu entdecken.
Sehr hohe Sicherheit macht die Umgebung selbst zu einem Teil des Verteidigungssystems. Zufahrten können gesperrt, überflutet, vermint oder durch kontrollierte Sprengungen unpassierbar gemacht werden. Rettung, Nachschub und Flucht sind ohne vorbereitete Route kaum möglich.
Typische Proben verwenden Infiltration, Operations oder Technik.
Strategisch gewählte Lage
Die Lage bestimmt, wie gut eine Anlage beobachtet, versorgt und verteidigt werden kann. Gute Standorte beschränken mögliche Annäherungswege und erschweren unbemerkte Flucht.
Niedrige Sicherheit befindet sich in gewöhnlicher urbaner oder industrieller Umgebung. Mehrere Strassen, Gassen, Dächer oder Nachbargebäude bieten mögliche Zugänge.
Mittlere Sicherheit besitzt kontrollierte Zufahrten und genügend Abstand zu Nachbargebäuden. Parkplätze, Vorplätze oder Lieferzonen schaffen übersichtliche Annäherungsräume.
Hohe Sicherheit liegt in einer Konzernzone, auf einem abgesperrten Campus oder innerhalb einer bewachten Industrieanlage. Der Zugang zur eigentlichen Anlage setzt bereits das Durchqueren eines kontrollierten Umfelds voraus.
Sehr hohe Sicherheit liegt innerhalb einer Arkologie, Militärbasis, Orbitalanlage oder isolierten Sonderzone. Eindringlinge müssen mehrere äussere Sicherheitsbereiche überwinden, bevor sie das eigentliche Ziel erreichen.
Die Lage erzeugt meist keine einzelne Probe. Sie bestimmt, wie viele Hindernisse überwunden werden müssen und wie leicht Verstärkung eintreffen kann.
Künstliche Barrieren
Künstliche Barrieren verhindern oder verzögern den Zugang. Dazu gehören Zäune, Mauern, Tore, Gräben, Poller, Sperren, Stacheldraht und versenkbare Hindernisse.
Niedrige Sicherheit verwendet gewöhnliche Zäune, einfache Tore und handelsübliche Schlösser. Die Barrieren verhindern zufälliges Eindringen, halten vorbereitete Runner aber nur kurz auf.
Mittlere Sicherheit nutzt hohe Zäune, verstärkte Tore, Übersteigschutz, Fahrzeugpoller und getrennte Personen- und Lieferzugänge. Beschädigungen oder Manipulationen lösen gewöhnlich eine Meldung aus.
Hohe Sicherheit kombiniert Mauern, doppelte Zäune, kontrollierte Zwischenräume, schwere Fahrzeugbarrieren und überwachte Tore. Barrieren sind so angeordnet, dass Eindringlinge zwischen ihnen eingeschlossen werden können.
Sehr hohe Sicherheit verwendet mehrschichtige Sperrzonen, gepanzerte Tore, versenkbare Betonbarrieren und vollständig kontrollierte Zufahrten. Einzelne Bereiche können unabhängig voneinander abgeriegelt oder aufgegeben werden.
Das Überwinden erfolgt meist mit Infiltration, Technik, Kraftakt oder schwerem Gerät. Gewaltsames Vorgehen ist oft schneller, erzeugt aber Lärm, Schäden und Alarm.
Beleuchtung
Beleuchtung verhindert unbemerkte Bewegung und lenkt Personen durch kontrollierte Bereiche. Sie dient nicht nur der Sicht, sondern auch Kameras, Sensoren und Wachpersonal.
Niedrige Sicherheit besitzt gewöhnliche Aussen- und Innenbeleuchtung. Dunkle Ecken, defekte Lampen und schlecht einsehbare Bereiche sind möglich.
Mittlere Sicherheit beleuchtet Zugänge, Fassaden, Parkplätze und Fluchtwege gleichmässig. Notbeleuchtung schaltet sich bei Stromausfall automatisch ein.
Hohe Sicherheit verwendet überlappende Lichtfelder, Bewegungslicht, Suchscheinwerfer und getrennte Stromkreise. Dunkle Bereiche werden als Störung erkannt und überprüft.
Sehr hohe Sicherheit besitzt redundante Beleuchtung, automatische Zielverfolgung und kontrollierte Blend- oder Stroboskopanlagen. Sicherheitskräfte können einzelne Bereiche vollständig ausleuchten oder Eindringlinge gezielt blenden.
Beleuchtung erschwert vor allem Infiltration. Das Ausschalten oder Manipulieren der Systeme verwendet Technik oder Hacking, kann aber selbst eine Alarmmeldung auslösen.
Gebäudestruktur
Die Gebäudestruktur bestimmt, wie leicht Wände, Fenster, Dächer, Böden und Türen überwunden werden können. Sie legt ausserdem fest, wie gut Bereiche voneinander getrennt und kontrolliert werden können.
Niedrige Sicherheit
Wände und Türen bestehen aus üblichen Baumaterialien. Fenster lassen sich öffnen oder einschlagen. Versorgungsschächte, Dächer und Nebeneingänge sind nur einfach gesichert.
Die Anlage ist gegen Einbruch geschützt, aber nicht gegen gezielte Infiltration.
Mittlere Sicherheit
Aussentüren sind verstärkt, Fenster abschliessbar oder bruchsicher. Öffentliche, interne und technische Bereiche sind baulich getrennt. Aufzüge und Treppenhäuser können zentral gesperrt werden.
Versorgungsschächte und Dächer besitzen Zugangskontrollen, bleiben aber mit geeigneter Ausrüstung erreichbar.
Hohe Sicherheit
Aussenwände und tragende Bereiche sind verstärkt. Fenster sind klein, gepanzert oder fehlen vollständig. Türen funktionieren als Sicherheitsschleusen und können einzelne Gebäudeteile abschotten.
Technische Schächte sind eng, überwacht oder nur von gesicherten Wartungsräumen erreichbar. Lüftung, Aufzüge und Fluchtwege lassen sich getrennt kontrollieren.
Sehr hohe Sicherheit
Das Gebäude ist als Verteidigungsanlage konstruiert. Wände, Böden und Decken sind gegen Sprengung und schwere Waffen verstärkt. Kritische Bereiche besitzen eigene Hüllen, Schleusen und Versorgungssysteme.
Korridore können blockiert, Aufzüge stillgelegt und ganze Sektionen versiegelt werden. Fenster dienen höchstens als gepanzerte Sichtflächen. Selbst schwere Beschädigungen öffnen nicht automatisch einen direkten Weg zum Ziel.
Personelle Sicherheit

Personelle Sicherheit umfasst Wachleute, Wachtiere und autonome Drohnen. Sie überwacht Bereiche, prüft Auffälligkeiten, reagiert auf Alarme und verfolgt Eindringlinge. Anders als Mauern oder Schlösser kann sie Situationen beurteilen und ihre Taktik anpassen.
Die Sicherheitsstufe bestimmt Ausbildung, Ausrüstung, Organisation und Reaktionsfähigkeit der eingesetzten Kräfte. Sie verändert nicht automatisch alle Wahrnehmungs- oder Kampfwerte. Stattdessen legt sie fest, welche Kräfte verfügbar sind, wie gut sie zusammenarbeiten und wie schnell Verstärkung eintrifft.
| Sicherheitsstufe | Übliche Erschwernis |
|---|---|
| 1 – Niedrig | ±0 |
| 2 – Mittel | –2 |
| 3 – Hoch | –4 |
| 4 – Sehr hoch | –6 |
Die Erschwernis gilt nur, wenn die Qualität der personellen Sicherung unmittelbar relevant ist. Ein Wachmann bemerkt eine offen getragene Waffe unabhängig von der Sicherheitsstufe. Der Modifikator gilt dagegen bei glaubwürdigen Verkleidungen, gefälschten Arbeitsabläufen, Ablenkungen oder dem unbemerkten Passieren einer Patrouille.
Wachleute
Wachleute kontrollieren Zugänge, beobachten Personen und Räume, führen Patrouillen durch und reagieren auf Sicherheitsmeldungen. Ihre wichtigste Aufgabe besteht nicht darin, jeden Eindringling im Kampf zu besiegen. Sie sollen Auffälligkeiten erkennen, Alarm auslösen und den Angreifer bis zum Eintreffen stärkerer Kräfte aufhalten.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Die Anlage wird durch einzelne Wachleute, Türsteher oder Hausmeister überwacht. Ihre Ausbildung ist begrenzt, und viele Aufgaben bestehen aus Zugangskontrolle, Abschreckung und der Prüfung einfacher Alarme.
Patrouillen folgen festen und leicht erkennbaren Wegen. Wachleute arbeiten häufig allein und besitzen nur Funkgerät, Taschenlampe, Dataphone und eine einfache Schuss- oder Schlagwaffe. Bei Gefahr ziehen sie sich gewöhnlich zurück und rufen externe Hilfe.
Diese Form der Sicherung ist typisch für Geschäfte, Motels, kleinere Lagerhäuser, Werkstätten und Nachtclubs.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Mehrere bewaffnete Wachleute arbeiten in festen Schichten. Zugänge sind ständig besetzt, Patrouillen überschneiden sich und Meldungen werden von einer kleinen Leitstelle koordiniert.
Die Kräfte kennen das Gelände, prüfen Ausweise und reagieren auf Abweichungen von normalen Arbeitsabläufen. Sie besitzen Schutzwesten, Funkverbindung, Dataphones und geeignete Dienstwaffen. Mindestens ein kleines Reaktionsteam steht bereit.
Bei einem Vorfall versuchen die Wachleute, Eindringlinge einzukreisen, Fluchtwege zu beobachten und Verstärkung heranzuführen. Sie verfolgen Angreifer nicht blind in unbekannte oder gefährliche Bereiche.
Diese Form ist typisch für Konzernbüros, Wohnanlagen, Kliniken, Produktionsstätten und grössere Lagerhäuser.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Die Anlage verfügt über professionelle Konzernsicherheit. Patrouillen, Zugangsposten und Reaktionsteams werden durch eine eigene Leitstelle geführt. Dienstpläne und Routen wechseln regelmässig.
Die Wachleute sind für bewaffnete Angriffe, Evakuierungen und die Zusammenarbeit mit Drohnen und Gegenhackern ausgebildet. Sie tragen militärische Schutzkleidung, automatische Waffen, Sensorik und taktische Kommunikation.
Bei Alarm bilden sie Sperren, sichern Schlüsselbereiche und durchsuchen die Anlage systematisch. Einzelne Kräfte verfolgen Eindringlinge nur mit Unterstützung. Verletzte Kollegen, ausgefallene Kameras oder unterbrochene Funkverbindungen werden als Hinweise auf einen koordinierten Angriff behandelt.
Diese Form ist typisch für Konzernzentralen, Forschungslabore, Datenzentren und wichtige Logistikanlagen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe personelle Sicherheit wird durch spezialisierte Einsatzkräfte gewährleistet. Gewöhnliche Wachleute kontrollieren den Normalbetrieb, während taktische Teams in gesicherten Bereitschaftsräumen stationiert sind.
Die Kräfte besitzen schwere Panzerung, taktische Cyberware, spezialisierte Waffen, eigene Sanitäter, Gegenhacker und gepanzerte Fahrzeuge. Ihre Kommunikation verwendet getrennte Netze und vorbereitete Befehlsstrukturen.
Bei einem bestätigten Angriff handeln sie nicht als einzelne Wachleute, sondern als militärische Einheit. Sie teilen die Anlage in Sektoren, sperren Wege, setzen Drohnen ein und zwingen Eindringlinge in vorbereitete Feuerbereiche. Das Ziel besteht nicht mehr nur in Festnahme oder Vertreibung, sondern in der vollständigen Kontrolle der Lage.
Diese Form ist typisch für militärische Anlagen, strategische Forschungsstätten, Konzernarchive und kritische Infrastruktur.
Verhalten von Wachleuten
Wachleute reagieren nicht auf jede Auffälligkeit sofort mit Gewalt. Sie unterscheiden gewöhnlich zwischen Unregelmässigkeit, bestätigtem Eindringen und aktivem Angriff.
Bei einer Unregelmässigkeit kontrollieren sie Ausweise, stellen Fragen oder schicken eine Patrouille. Bei bestätigtem Eindringen sperren sie Bereiche und fordern Unterstützung an. Erst bei sichtbarer Bewaffnung, Widerstand oder einem roten Alarm setzen sie gewöhnlich tödliche Gewalt ein.
Gut geführte Sicherheit verfolgt drei Ziele:
Alarm auslösen,
Zeit gewinnen,
Eindringlinge lokalisieren.
Ein Wachmann, der einen Runner entdeckt, greift daher nicht zwingend sofort an. Er kann zurückweichen, Deckung suchen, Türen verriegeln oder unauffällig Verstärkung rufen.
Patrouillen
Patrouillen bestehen aus Einzelpersonen, Paaren oder kleinen Teams. Ihre Routen sollten nicht nur als zufällige Begegnungen verwendet werden. Sie bestimmen, welche Wege zeitweise sicher oder gefährlich sind.
Bei niedriger Sicherheit sind Routen regelmässig und vorhersehbar. Bei mittlerer Sicherheit wechseln Zeitpunkte und Kontrollpunkte. Hohe Sicherheit verwendet überlappende Patrouillen und spontane Kontrollen. Sehr hohe Sicherheit passt Routen anhand von Sensordaten und aktuellen Bedrohungen an.
Runner können Patrouillen durch Beobachtung, Datamining oder gestohlene Dienstpläne analysieren. Eine erfolgreiche Vorbereitung kann die Erschwernis für Infiltration senken oder ein kurzes Zeitfenster ohne direkte Überwachung schaffen.
Wachtiere
Wachtiere werden vor allem eingesetzt, um versteckte Personen, unbekannte Gerüche und ungewöhnliche Bewegungen zu erkennen. Hunde sind am weitesten verbreitet, da sie Menschen verfolgen, Bereiche durchsuchen und Wachleute unmittelbar unterstützen können.
Wachtiere ersetzen keine technischen Sensoren. Sie ergänzen diese, weil sie auf Gerüche und Verhalten reagieren, die sich digital nur schwer fälschen lassen.
Wachhunde
Wachhunde werden meist von einem Hundeführer eingesetzt. Sie können:
versteckte Personen aufspüren,
Geruchsspuren verfolgen,
verborgene Drogen oder Sprengstoffe erkennen,
Eindringlinge stellen,
fliehende Personen verfolgen,
andere Wachleute auf eine Gefahr aufmerksam machen.
Ein Wachhund greift gewöhnlich nicht selbstständig an, solange sein Führer noch Kontrolle besitzt. Er bellt, blockiert Wege oder hält eine Person fest. Hoch ausgebildete Konzernhunde können jedoch auf eindeutige Befehle oder bestimmte Alarmzustände selbstständig reagieren.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Einzelne Hunde sichern Grundstücke, Werkstätten oder Lagerplätze. Sie sind abschreckend und territorial, aber nur begrenzt ausgebildet.
Sie können durch Futter, Lärm oder einen vertrauten Geruch abgelenkt werden. Ihr Verhalten ist häufig vorhersehbar.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Ausgebildete Wachhunde arbeiten mit festen Hundeführern. Sie kennen Patrouillenwege, Zugangspunkte und gewöhnliche Mitarbeiter.
Einfache Ablenkungen funktionieren nur selten. Unbekannte Gerüche, versteckte Personen und Spuren werden zuverlässig verfolgt.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Professionelle Such- und Angriffshunde werden gezielt für Konzernsicherheit eingesetzt. Sie tragen Schutzwesten, Ortungssender und teilweise Kameras oder medizinische Sensoren.
Die Hunde können zwischen Mitarbeitern, Besuchern und unbekannten Personen unterscheiden. Sie arbeiten auch in Gebäuden, Versorgungsschächten und dunklen Bereichen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit verwendet genetisch ausgewählte, cybernetisch unterstützte oder besonders intensiv ausgebildete Tiere. Implantate können Kommunikation, Ortung und medizinische Überwachung ermöglichen.
Solche Tiere arbeiten eng mit taktischen Teams und Drohnen zusammen. Manipulationen an ihren Sensoren oder Implantaten können möglich sein, doch der Ausfall eines Tieres wird sofort registriert.
Wachtiere umgehen
Das unbemerkte Passieren eines Wachtiers verwendet gewöhnlich Infiltration. Geruchsneutralisierende Mittel, günstige Windrichtung, vertraute Kleidung oder Kenntnis der Patrouillen können Erleichterungen gewähren.
Das Ablenken oder Beruhigen eines Tieres kann über Coolness, geeignete Ausrüstung oder die Hilfe einer vertrauten Person erfolgen. Gewalt gegen ein Wachttier löst in professionellen Anlagen fast immer sofort Alarm aus, besonders wenn dessen Vitaldaten überwacht werden.
Wachtiere erkennen keine falschen Ausweise. Sie erkennen jedoch Angst, ungewöhnliche Bewegung, Blut, Sprengstoffe und fremde Gerüche. Dadurch sind sie besonders wirksam gegen Verkleidung und soziale Infiltration.
Sicherheitsdrohnen
Sicherheitsdrohnen überwachen Zugänge, Patrouillenwege und schwer erreichbare Bereiche. Sie ermüden nicht, können dauerhaft mit der Leitstelle verbunden bleiben und reagieren schneller als menschliche Kräfte.
Drohnen besitzen jedoch nur begrenzte Urteilsfähigkeit. Sie erkennen definierte Muster, Gerätekennungen und Bewegungen. Ungewöhnliche, aber nicht eindeutig feindliche Situationen müssen häufig von einem Menschen bewertet werden.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Einfache Kameradrohnen fliegen feste Routen oder werden bei einem Alarm von einem Wachmann gestartet. Sie besitzen gewöhnlich keine Bewaffnung.
Ihre Sensorik ist begrenzt, und ihre Verbindung läuft über handelsübliche Netze. Sie dienen vor allem der Abschreckung und Dokumentation.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Mehrere Überwachungsdrohnen kontrollieren Aussenbereiche, Dächer, Lagerhallen und Zufahrten. Sie verwenden Kamera, Nachtsicht und Bewegungsanalyse.
Die Drohnen können Personen verfolgen, Bilder an die Leitstelle senden und Wachleute zu einem Ziel führen. Einige Modelle tragen Blendlicht, Lautsprecher oder nicht tödliche Waffen.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Die Anlage verwendet ein koordiniertes Drohnennetz. Luft- und Bodendrohnen teilen Sensordaten und werden von der Sicherheitsleitstelle oder einer autonomen Steuerung geführt. Bewaffnete Modelle können Eindringlinge stellen, Deckung überwachen und Fluchtwege blockieren. Ausgefallene Drohnen werden sofort ersetzt oder lösen eine gezielte Suche aus.
Die Steuerung verwendet gesicherte Verbindungen und getrennte Berechtigungen. Ein Hacker muss gewöhnlich erst die Leitstelle, eine Relaisstation oder die einzelne Drohne erreichen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit verfügt über schwere Sicherheits- und Kampfdrohnen. Sie verwenden gepanzerte Gehäuse, mehrere Sensorarten, redundante Kommunikation und militärische Bewaffnung. Das Drohnennetz arbeitet auch bei Ausfall der zentralen Leitstelle weiter. Lokale Routinen sichern Schlüsselbereiche, begleiten taktische Teams und verhindern den Zugang zu kritischen Zonen.
Bei Alarm können zusätzliche Drohnen aus Ladestationen, Fahrzeugen oder Wandnischen aktiviert werden. Ihre Aufgabe besteht nicht nur in Überwachung, sondern in aktiver Kontrolle des Gefechtsraums.
Drohnen umgehen
Das Umgehen einer Drohne kann auf verschiedene Weise erfolgen:
Infiltration, um Sichtfelder und Patrouillen zu vermeiden,
Hacking, um Sensoren, Kennungen oder Befehle zu manipulieren,
Technik, um Relais, Ladestationen oder Steuerleitungen zu stören,
Fernkampf, um die Drohne zu zerstören,
Datamining, um Modelle, Routen oder bekannte Schwachstellen zu ermitteln.
Eine zerstörte Drohne ist selten unbemerkt. Professionelle Systeme überwachen Position, Verbindung und Betriebszustand. Der Verlust des Signals kann daher ebenso einen Alarm auslösen wie ein erkanntes Ziel.
Kombination der Kräfte
Wachleute, Hunde und Drohnen sind besonders wirksam, wenn sie unterschiedliche Schwächen ausgleichen.
Wachleute beurteilen Situationen und treffen Entscheidungen. Hunde erkennen Gerüche und versteckte Personen. Drohnen überwachen grosse Flächen und verfolgen Ziele aus der Distanz.
Bei niedriger Sicherheit arbeiten diese Elemente meist getrennt. Bei mittlerer Sicherheit tauschen sie Meldungen über eine Leitstelle aus. Hohe Sicherheit koordiniert ihre Bewegungen und Reaktionen. Sehr hohe Sicherheit behandelt alle Kräfte als gemeinsames taktisches System.
Eine gute Sicherung stellt daher nicht einfach mehr Gegner auf. Sie erzeugt eine Kette:
Eine Drohne entdeckt eine Bewegung.
Ein Wachmann prüft die Meldung.
Ein Hund verfolgt die Spur.
Ein Reaktionsteam sperrt den Fluchtweg.
Runner können diese Kette an jeder Stelle unterbrechen. Je später sie eingreifen, desto schwieriger wird es, den Alarm noch vollständig zu verhindern.
Technische Sicherheit

Technische Sicherheit erkennt unbefugten Zutritt, kontrolliert Zugänge und unterstützt Wachpersonal bei der Bewertung einer Lage. Dazu gehören Alarmanlagen, Schlösser, Kameras und Sicherheitsschleusen.
Technische Systeme sollen Eindringlinge nicht automatisch besiegen. Sie erzeugen Hinweise, verzögern das Eindringen und lösen Reaktionen aus. Kein einzelnes System sollte eine Anlage vollständig sichern. Gute Sicherheit entsteht durch die Kombination mehrerer begrenzter Massnahmen.
| Sicherheitsstufe | Übliche Erschwernis |
|---|---|
| 1 – Niedrig | ±0 |
| 2 – Mittel | –2 |
| 3 – Hoch | –4 |
| 4 – Sehr hoch | –6 |
Die Erschwernis gilt nur, wenn die Qualität des Systems unmittelbar relevant ist. Passendes Werkzeug, gestohlene Zugangsdaten, Baupläne oder Unterstützung von innen können sie reduzieren.
Alarmanlagen
Alarmanlagen erkennen bestimmte Veränderungen und melden sie an Wachpersonal oder eine Sicherheitszentrale. Sie beurteilen nicht automatisch, ob tatsächlich ein Angriff stattfindet.
Typische Auslöser sind:
geöffnete Türen oder Fenster,
Bewegung in gesicherten Bereichen,
unterbrochene Licht- oder Laserfelder,
Druck auf Böden oder Treppen,
Glasbruch,
Rauch, Hitze oder ungewöhnliche Geräusche,
Manipulation an Geräten,
Ausfall eines Sensors.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Einfache Alarmanlagen sichern einzelne Türen, Fenster oder Räume. Bewegungsmelder überwachen klar begrenzte Bereiche und reagieren auf deutliche Veränderungen. Die Systeme besitzen häufig blinde Winkel, feste Aktivierungszeiten und einfache Verkabelung. Fehlalarme durch Tiere, Maschinen oder Mitarbeiter sind nicht ungewöhnlich.
Ein ausgelöster Alarm wird meist an einen Wachmann, Eigentümer oder externen Sicherheitsdienst weitergeleitet.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Mehrere Sensoren überwachen Zugänge, Flure und wichtige Räume. Bewegungsmelder werden durch Türkontakte, Glasbruchsensoren oder Druckmelder ergänzt. Die Anlage unterscheidet zwischen normalen Arbeitszeiten, eingeschränktem Betrieb und vollständiger Sicherung. Ausfälle einzelner Sensoren werden gemeldet, führen aber nicht automatisch zu einem vollen Alarm.
Die Meldung wird von einer Leitstelle geprüft. Wachpersonal kann Kameras aufschalten oder eine Patrouille schicken.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Sensoren überlappen sich und verwenden unterschiedliche Erkennungsverfahren. Bewegungen können durch Wärmebild, Entfernungsmessung, Drucksensoren oder Geräuschanalyse bestätigt werden. Das System erkennt ungewöhnliche Kombinationen, etwa eine geöffnete Tür ohne passende Zugangsbuchung oder den Ausfall mehrerer Sensoren im selben Bereich.
Ein einzelner auffälliger Wert löst meist Alarmstufe Gelb aus. Mehrere bestätigte Abweichungen können direkt zu Orange führen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit verwendet redundante Sensorfelder und unabhängige Strom- und Kommunikationswege. Kritische Bereiche bleiben auch bei Stromausfall oder Netzstörung überwacht. Sensoren können Bewegungsrichtung, ungefähre Körpergrösse und Anzahl der Personen bestimmen. Sie erkennen jedoch keine Identität und ersetzen keine Beobachtung durch Menschen oder Kameras.
Das System reagiert besonders empfindlich auf Manipulationsversuche. Ein ausgefallener Sensor kann kontrolliert abgeschaltet werden, doch mehrere gleichzeitige Ausfälle gelten als wahrscheinlicher Angriff.
Bewegungserkennung
Bewegungsmelder überwachen einen begrenzten Bereich. Sie erkennen Bewegung, Wärmeveränderungen oder das Durchqueren eines definierten Feldes. Bekannte Arbeitsbereiche, Tiere, Maschinen oder Wartungspersonal können Fehlalarme verursachen. Professionelle Systeme gleichen Meldungen daher mit Zugangsprotokollen und Kameras ab.
Das Umgehen eines Bewegungsmelders verwendet meist Infiltration, wenn Sichtfeld und Auslösebereich vermieden werden, oder Technik, wenn der Sensor manipuliert wird. Hacking kann möglich sein, wenn der Melder an ein erreichbares Netz angeschlossen ist.
Schlösser
Schlösser verzögern den Zugang und dokumentieren, wer eine Tür, ein Tor oder einen Behälter geöffnet hat. Sie können mechanisch, elektronisch oder kombiniert sein. Ein Schloss verhindert den Zugang nur so lange, wie Tür, Wand und Rahmen stärker sind als der gewählte Angriff.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Einfache mechanische Schlösser, Zahlencodes oder handelsübliche Zugangskarten. Ersatzschlüssel und gemeinsame Codes sind verbreitet. Solche Schlösser schützen gegen Gelegenheitstäter, aber kaum gegen vorbereitete Runner.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Verstärkte Schlösser verwenden individuelle Karten, wechselbare Codes oder einfache biometrische Merkmale. Zugriffe werden protokolliert. Mehrere Fehlversuche können eine Meldung auslösen oder das Schloss vorübergehend sperren.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Hochwertige Schlösser verbinden mehrere Verfahren, etwa Zugangskarte und Biometrie. Mechanik, Elektronik und Türrahmen sind gegen Manipulation und gewaltsames Öffnen verstärkt. Die Berechtigung kann zeitlich, räumlich oder auf bestimmte Arbeitsaufgaben begrenzt sein. Gestohlene Karten allein genügen daher nicht immer.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit verwendet Schleusentüren, getrennte Verriegelungen und persönliche Freigaben. Zugangsdaten können nur einmal oder für ein kurzes Zeitfenster gültig sein. Ein Manipulationsversuch sperrt die Tür nicht automatisch dauerhaft. Er meldet die Abweichung an die Sicherheitszentrale und kann zusätzliche Prüfung verlangen.
Schlösser werden meist mit Technik, Hacking, gestohlenen Berechtigungen oder Gewalt überwunden. Ein gewaltsames Öffnen ist oft schneller, aber kaum unauffällig.
Kameras
Kameras beobachten Bereiche, dokumentieren Ereignisse und ermöglichen einer Leitstelle, Meldungen zu prüfen. Sie erkennen nicht automatisch jede Bedrohung. Eine Kamera kann nur sehen, was sich in ihrem Sichtfeld befindet. Beleuchtung, Rauch, Hindernisse, tote Winkel und beschädigte Optik begrenzen ihre Wirkung.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Feste Kameras überwachen Eingänge, Kassen oder Lagerbereiche. Bilder werden aufgezeichnet oder nur bei Bedarf angesehen. Tote Winkel sind häufig, und beschädigte Kameras können lange unbemerkt bleiben.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Kameras decken wichtige Wege und Zugänge ab. Die Leitstelle kann einzelne Bilder aufschalten und Aufzeichnungen durchsuchen. Einfache Software markiert Bewegung, verdeckte Gesichter oder ungewöhnlich lange Aufenthalte.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Überlappende Kamerafelder reduzieren tote Winkel. Wärmebild, Restlichtverstärkung und automatische Verfolgung erleichtern die Beobachtung. Die Software kann Personen zwischen mehreren Kameras verfolgen, braucht aber weiterhin eine erste Erkennung oder einen menschlichen Hinweis.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Kameras verwenden mehrere Sensorarten, redundante Aufzeichnung und lokale Datenspeicher. Ein Ausfall wird sofort gemeldet. Automatische Systeme können ungewöhnliche Bewegungsmuster, verdeckte Waffen oder Fluchtverhalten markieren. Sie erkennen jedoch keine Absichten und sind anfällig für Verkleidung, Ablenkung und falsche Zusammenhänge.
Kameras können mit Infiltration umgangen, mit Technik manipuliert oder mit Hacking beeinflusst werden. Das Abschalten einer Kamera beseitigt ihr Sichtfeld, kann aber selbst eine Sicherheitsmeldung auslösen.
Sicherheitsschleusen
Sicherheitsschleusen kontrollieren Personen und Ausrüstung an wichtigen Zugängen. Sie sollen den Zutritt prüfen, nicht automatisch jede Bedrohung vollständig erkennen.
Typische Systeme sind:
Metalldetektoren,
Sprengstoff- und Chemiesensoren,
Cyberscanner,
Gepäckscanner,
Gewichts- und Druckmessung,
biometrische Prüfung,
Geräte- und Funkerkennung.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Eine einfache Schleuse besteht aus Zugangskontrolle und Metalldetektor. Auffällige Personen werden manuell geprüft. Kleine Gegenstände, gut verborgene Waffen oder nicht metallische Materialien können übersehen werden.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Personen und Gepäck werden getrennt geprüft. Metalldetektoren, einfache Chemiesensoren und Geräteerkennung arbeiten gemeinsam. Auffällige Ergebnisse führen zu einer Nachkontrolle, nicht automatisch zu Alarm oder Festnahme.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Mehrere Scanner erfassen Waffen, Sprengstoffe, aktive Funkgeräte und grössere Cyberwaresysteme. Zugangsdaten werden mit Person, Auftrag und Zielbereich abgeglichen. Die Schleuse kann Personen einzeln festhalten, während Wachpersonal das Ergebnis prüft.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit verwendet getrennte Prüfzonen, mehrfache Sensoren und individuell konfigurierte Berechtigungsprofile. Personen, Fahrzeuge und Fracht werden unabhängig kontrolliert.
Das System kann ungewöhnliche Implantate, nicht registrierte Geräte oder abweichende Körperdaten erkennen. Es liefert jedoch nur einen Verdacht. Eine genaue Identifikation erfordert Datenbankabgleich, medizinische Untersuchung oder manuelle Kontrolle.
Cyberscanner
Cyberscanner erkennen aktive oder deutlich sichtbare Cyberware, Funkverbindungen und technische Signaturen. Sie können Hersteller, Systemtyp oder ungefähre Leistungsfähigkeit bestimmen.
Bei niedriger Sicherheit werden nur grosse oder aktive Systeme erkannt. Mittlere Sicherheit erkennt handelsübliche Implantate und aktive Interfaces. Hohe Sicherheit kann registrierte Systeme mit Zugangslisten abgleichen. Sehr hohe Sicherheit erkennt auch ungewöhnliche Leistungswerte oder nicht genehmigte Modifikationen.
Das Verbergen oder Täuschen eines Cyberscanners kann Infiltration, Technik oder Hacking verwenden, abhängig von der Methode.
Metalldetektoren
Metalldetektoren erkennen metallische Gegenstände, nicht automatisch Waffen. Cyberarme, Werkzeuge, medizinische Implantate und Ausrüstung können ebenfalls anschlagen. Je empfindlicher ein Detektor eingestellt ist, desto häufiger entstehen Fehlalarme. Deshalb werden Ergebnisse meist durch Wachpersonal, Handscanner oder Gepäckkontrolle überprüft.
Nicht metallische Waffen, Keramikteile und abgeschirmte Gegenstände können die Erkennung erschweren. Hochwertige Anlagen kombinieren Metalldetektoren daher mit weiteren Sensoren.
Grenzen technischer Sicherheit
Technische Systeme bleiben absichtlich begrenzt. Sie sollen Spiel ermöglichen und keine unüberwindbare automatische Kontrolle erzeugen.
Dabei gelten folgende Grundsätze:
Ein Sensor erkennt nur das, wofür er gebaut wurde.
Ein Alarm meldet eine Abweichung, nicht automatisch einen Feind.
Eine Kamera besitzt Sichtfelder und tote Winkel.
Ein Schloss schützt nur seinen Zugangspunkt.
Ein Scanner erzeugt Verdachtsmomente und benötigt häufig menschliche Prüfung.
Ein ausgeschaltetes System kann eine Meldung auslösen.
Redundanz erhöht Sicherheit, beseitigt aber keine Schwachstellen.
Jede technische Massnahme braucht Wartung, Strom, Netzverbindung und verantwortliches Personal.
Gute technische Sicherheit zwingt Runner daher nicht zu einer einzigen Lösung. Sie lässt sich beobachten, täuschen, manipulieren, umgehen, überlasten oder gewaltsam überwinden. Der Unterschied liegt in Zeitaufwand, Risiko und ausgelöstem Alarm.
Operative Sicherheit

Operative Sicherheit schützt eine Anlage durch Auswahl, Überprüfung und gezielten Einsatz von Mitarbeitern. Dazu gehören Hintergrundprüfungen, interne Ermittlungen, Aufklärung, Gegenaufklärung und der Schutz wichtiger Personen.
Sie verhindert nicht jede Infiltration. Sie erhöht vor allem die Wahrscheinlichkeit, dass Unstimmigkeiten erkannt, Informationen richtig eingeordnet und Angriffe frühzeitig vorbereitet werden.
| Sicherheitsstufe | Übliche Erschwernis |
|---|---|
| 1 – Niedrig | ±0 |
| 2 – Mittel | –2 |
| 3 – Hoch | –4 |
| 4 – Sehr hoch | –6 |
Die Erschwernis gilt nur, wenn Operative Sicherheitsmassnahmen unmittelbar gegen das Vorgehen der Runner wirken. Gute Tarnung, glaubwürdige Lebensläufe, Unterstützung von innen oder lange Vorbereitung können sie reduzieren.
Hintergrundprüfungen
Hintergrundprüfungen sollen feststellen, ob Mitarbeiter, Besucher oder Auftragnehmer ein Sicherheitsrisiko darstellen. Geprüft werden Identität, Beschäftigung, Kreditverhältnisse, frühere Kontakte und mögliche Interessenkonflikte. Eine Hintergrundprüfung liefert keine absolute Wahrheit. Sie ist nur so gut wie die verfügbaren Daten und die Zeit, die für ihre Auswertung zur Verfügung steht.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Geprüft werden Identität, Adresse, frühere Arbeitgeber und offensichtliche Vorstrafen. Viele Angaben werden nur oberflächlich bestätigt. Kurzfristige Aushilfen, Lieferanten und externe Techniker werden häufig nur anhand ihrer Unterlagen oder einer telefonischen Rückfrage geprüft.
Einfache falsche Angaben oder geliehene Dokumente können genügen, solange niemand genauer hinsieht.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Angaben werden mit mehreren Quellen verglichen. Frühere Arbeitgeber, Finanzdaten, Versicherungen und bekannte Kontakte können überprüft werden. Bewerber und Auftragnehmer müssen Lücken im Lebenslauf erklären. Ungewöhnliche Schulden, häufige Wohnortwechsel oder widersprüchliche Angaben führen zu zusätzlichen Fragen.
Eine falsche Identität muss mehrere zusammenhängende Datensätze besitzen, um glaubwürdig zu wirken.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Die Prüfung umfasst berufliche, finanzielle und soziale Verbindungen. Kontakte, politische Aktivitäten, frühere Sicherheitsfreigaben und auffällige Kommunikationsmuster können untersucht werden. Referenzen werden nicht nur kontaktiert, sondern auf Glaubwürdigkeit geprüft. Einzelne Angaben werden unabhängig bestätigt. Für sensible Tätigkeiten können persönliche Gespräche, psychologische Tests oder begrenzte Überwachung vorgesehen sein.
Eine vorbereitete Legende muss auch bei Rückfragen und vertiefter Prüfung bestehen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit verwendet langfristige Überprüfung und fortlaufende Kontrolle. Mitarbeiter werden nicht nur vor der Einstellung, sondern während ihrer gesamten Tätigkeit bewertet. Finanzielle Veränderungen, ungewöhnliche Kontakte, Regelverstösse und abrupte Verhaltensänderungen können untersucht werden. Besonders sensible Positionen verlangen wiederkehrende Freigaben und persönliche Fürsprecher.
Selbst eine überzeugende falsche Identität bleibt angreifbar, wenn Verhalten, Beziehungen oder technische Spuren nicht zu ihr passen.
Interne Ermittlungen
Interne Ermittlungen klären Diebstahl, Sabotage, Informationsabfluss, Korruption und Verstösse gegen Konzernregeln. Sie beginnen meist erst, wenn bereits ein Verdacht besteht. Ermittler sichern Aufzeichnungen, befragen Mitarbeiter, prüfen Zugriffe und rekonstruieren Abläufe. Ihr Ziel ist nicht nur die Festnahme eines Täters, sondern die Schliessung der genutzten Schwachstelle.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Vorfälle werden durch Vorgesetzte, gewöhnliche Sicherheitskräfte oder externe Dienstleister untersucht. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf offensichtliche Spuren und bekannte Verdächtige. Kleinere Verluste werden häufig als Betriebsschaden abgeschrieben.
Runner müssen vor allem vermeiden, direkt erkannt oder eindeutig beschrieben zu werden.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Eigene Sicherheitsmitarbeiter prüfen Kameras, Zugangsprotokolle, Arbeitszeiten und Zeugenaussagen. Unstimmigkeiten werden miteinander verglichen. Mitarbeiter mit Zugang, Motiv oder auffälligem Verhalten geraten schnell in den Fokus.
Zurückgelassene Ausrüstung, ungewöhnliche Zahlungen oder wiederverwendete Identitäten können spätere Folgen auslösen.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Spezialisierte Ermittler arbeiten mit Technikern, Hackern und Konzernjuristen zusammen. Physische, digitale und finanzielle Spuren werden gemeinsam ausgewertet. Auch scheinbar getrennte Vorfälle können miteinander verbunden werden. Bekannte Methoden, Waffen, Fahrzeuge oder Kontakte werden mit früheren Einsätzen verglichen.
Ein erfolgreicher Run kann daher trotzdem Monate später Rückschlüsse auf die Crew ermöglichen.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit setzt spezialisierte Konzernermittler, Analysten und externe Nachrichtendienste ein. Die Ermittlungen können sich auf Familien, Kontakte, Gläubiger, Kliniken, Fahrzeuge und frühere Auftraggeber ausweiten. Der Konzern versucht nicht nur herauszufinden, wer den Angriff ausgeführt hat, sondern wer ihn geplant, bezahlt und ermöglicht hat.
Trotzdem sind Ermittlungen weder allwissend noch sofort erfolgreich. Sie benötigen Spuren, Zeit und Zugriff auf relevante Daten.
Aufklärung
Aufklärung sammelt Informationen über mögliche Gegner, gefährdete Anlagen und bevorstehende Angriffe. Sie soll Bedrohungen erkennen, bevor sie sich innerhalb der Anlage zeigen.
Dazu gehören:
Beobachtung bekannter Gruppen,
Auswertung öffentlicher Informationen,
Prüfung verdächtiger Einkäufe,
Erfassung ungewöhnlicher Bewegungen,
Analyse früherer Angriffe,
Befragung lokaler Kontakte,
Überwachung potenzieller Auftraggeber.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Aufklärung beschränkt sich auf lokale Gerüchte, Meldungen von Wachleuten und öffentlich bekannte Bedrohungen. Die Anlage reagiert auf erkennbare Risiken, sucht aber nicht aktiv nach unbekannten Gegnern.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Sicherheitsmitarbeiter verfolgen lokale Banden, bekannte Runner und aktuelle Konflikte. Auffällige Lieferungen, ausgespähte Zufahrten oder wiederholte Besucher können überprüft werden. Die Anlage kann ihre Wachen und Kontrollen an eine konkrete Bedrohung anpassen.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Eigene Analysten sammeln Informationen über konkurrierende Konzerne, Syndikate und professionelle Crews. Bekannte Taktiken, Kontakte und Ausrüstung werden erfasst. Eine Anlage kann deshalb gezielt gegen Methoden vorbereitet sein, die bereits bei früheren Angriffen verwendet wurden.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit betreibt dauerhafte Bedrohungsanalyse. Informanten, Datenbroker und spezialisierte Aufklärungsteams beobachten mögliche Gegner bereits ausserhalb der Anlage. Vor einem erwarteten Angriff können Zugänge verändert, falsche Informationen gestreut, Einsatzkräfte verlegt oder besonders gefährdete Personen unauffällig evakuiert werden. Die Aufklärung erkennt aber nur Bedrohungen, zu denen sie Hinweise besitzt. Neue Crews, ungewöhnliche Methoden und gut abgeschirmte Auftraggeber bleiben schwer einzuschätzen.
Gegenaufklärung
Gegenaufklärung erschwert es Gegnern, verlässliche Informationen über eine Anlage zu sammeln. Sie schützt Dienstpläne, Baupläne, Zugangsregeln, Sicherheitsroutinen und Bewegungen wichtiger Personen. Gegenaufklärung besteht nicht nur aus Geheimhaltung. Sie kann Eindringlinge auch gezielt mit falschen oder veralteten Informationen versorgen.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Grundlegende Informationen sind leicht erhältlich. Mitarbeiter kennen viele Abläufe und sprechen ausserhalb der Arbeit darüber. Dienstpläne, Lieferzeiten und Gebäudestrukturen können durch einfache Beobachtung rekonstruiert werden.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Sensible Informationen werden nur an zuständige Mitarbeiter verteilt. Dienstpläne wechseln, Besucher erhalten begrenzte Einblicke und Baupläne sind nicht öffentlich zugänglich. Mitarbeiter werden angewiesen, ungewöhnliche Fragen oder Beobachtungen zu melden.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Informationen werden nach Aufgabe und Berechtigung getrennt. Kein einzelner Mitarbeiter kennt alle Abläufe. Falsche Lieferpläne, Attrappen, wechselnde Patrouillen und bewusst unvollständige Unterlagen können Aufklärungsversuche erschweren. Verdächtige Informationsanfragen werden untersucht.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Gegenaufklärung arbeitet aktiv gegen erwartete Gegner. Veraltete Baupläne, falsche Zugangsdaten und kontrollierte Leaks können gezielt verbreitet werden. Mögliche Späher werden beobachtet, ohne sofort angesprochen zu werden. Die Sicherheit versucht herauszufinden, welche Informationen gesucht werden und wer dahintersteht.
Eine erfolgreiche Datamining- oder Connections-Probe kann daher echte Informationen, absichtlich falsche Angaben oder eine Mischung aus beidem liefern.
Leibwächter
Leibwächter schützen einzelne Personen vor Angriff, Entführung und Beobachtung. Sie kontrollieren Wege, Räume, Fahrzeuge und Kontakte ihrer Schutzperson. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, jeden Gegner zu besiegen. Sie sollen Angriffe früh erkennen, die Schutzperson aus der Gefahrenzone bringen und Zeit für Verstärkung gewinnen.
Sicherheitsstufe 1 – Niedrig
Ein einzelner Begleiter oder Fahrer übernimmt grundlegenden Schutz. Er beobachtet die Umgebung, hält Personen auf Abstand und organisiert schnelle Abreise. Die Schutzperson folgt häufig einem vorhersehbaren Tagesablauf.
Sicherheitsstufe 2 – Mittel
Ein kleines Team sichert Wege, Fahrzeuge und Aufenthaltsorte. Mindestens ein Leibwächter bleibt ständig nahe an der Schutzperson, während weitere Kräfte Zugänge und Umgebung prüfen. Fahrzeuge, Termine und Routen werden vorbereitet. Bei Gefahr wird die Schutzperson sofort zurückgezogen.
Sicherheitsstufe 3 – Hoch
Professionelle Schutzteams arbeiten in mehreren Ringen. Vorauseinheiten prüfen Orte, Fahrzeuge und Fluchtwege. Die Schutzperson besitzt gepanzerte Fahrzeuge, sichere Räume und wechselnde Routen. Leibwächter sind für Nahschutz, Evakuierung und bewaffnete Gegenwehr ausgebildet. Ein Angriff muss daher nicht nur die Schutzperson erreichen, sondern zunächst Beobachtung, Vorhut und unmittelbaren Begleitschutz überwinden.
Sicherheitsstufe 4 – Sehr hoch
Sehr hohe Sicherheit behandelt den Schutz einer Person wie eine militärische Operation. Mehrere Teams sichern Aufenthaltsorte, Transportwege und Ausweichziele. Doppelgänger, falsche Fahrzeuge und kurzfristige Terminänderungen können eingesetzt werden. Bei einer bestätigten Bedrohung wird die Schutzperson nicht am Ort verteidigt, sondern sofort in einen vorbereiteten Sicherheitsbereich gebracht. Leibwächter, Fahrzeuge, Drohnen und taktische Kräfte arbeiten als gemeinsames System.
Operative Sicherheit umgehen
Operative Sicherheit kann durch verschiedene Fertigkeiten überwunden werden:
Coolness, um glaubwürdig aufzutreten oder Befragungen zu bestehen,
Connections, um Fürsprecher, interne Helfer oder glaubwürdige Referenzen zu erhalten,
Datamining, um Lebensläufe, Dienstpläne und Ermittlungen vorzubereiten,
Infiltration, um Beobachtung und Begleitschutz zu umgehen,
Hacking, um Unterlagen, Zugriffe oder Kommunikationsdaten zu manipulieren,
Technik, um Beweismittel oder Gerätekennungen zu verändern.
Operative Sicherheit ist am stärksten, wenn sie Zeit erhält. Eine Hintergrundprüfung, Ermittlung oder Aufklärung benötigt Informationen und Gelegenheit zur Auswertung. Kurzfristige Täuschungen können daher gelingen, selbst wenn sie einer späteren Untersuchung nicht standhalten.
Beispielanlagen
Die folgenden Anlagen zeigen, wie sich die vier Sicherheitsarten kombinieren lassen. Nicht jede Anlage verwendet in allen Bereichen dieselbe Sicherheitsstufe. Ein gewöhnliches Büro kann technisch gut geschützt sein, aber nur wenige Wachleute besitzen. Ein Lagerhaus kann massive Mauern haben, während seine operativen Sicherheitsmassnahmen kaum über eine Liste der Beschäftigten hinausgehen.
Jede Anlage enthält ausserdem Schwachstellen. Sicherheit soll einen Einsatz strukturieren, nicht verhindern.
Eine Beispielanlage muss nicht als vollständiger Lageplan vorbereitet werden. Für einen Einsatz genügen zunächst:
Sicherheitsstufe der wichtigsten Bereiche,
drei mögliche Zugänge,
zwei erkennbare Schwachstellen,
Wach- und Reaktionskräfte,
technisches Netz,
Alarmreaktionen,
das eigentliche Ziel.
Die Crew kann durch Vorbereitung weitere Schwachstellen entdecken. Gute Datamining-, Connections- oder Aufklärungsproben sollten daher nicht nur Boni geben, sondern konkrete Informationen liefern:
Schichtwechsel,
tote Kamerawinkel,
unzuverlässige Mitarbeiter,
Wartungstermine,
versteckte Zugänge,
veraltete Systeme,
bevorstehende Lieferungen.
So wird Sicherheit nicht zu einer blossen Reihe von Proben mit –2 oder –4. Sie wird zu einem Problem, das die Runner verstehen, zerlegen und auf ihre eigene Weise lösen können.

Red Star Self Storage
Anlagentyp: Gewerbliches Lagerhaus
Gesamtsicherheit: 1 – Niedrig
Standort: Iron Channel
Betrieb: Rund um die Uhr, nachts nur teilweise
besetzt
Red Star vermietet Lagerflächen an Kleinunternehmen, Werkstätten und Privatpersonen. Zwischen gewöhnlichen Möbeln, Ersatzteilen und Importwaren lagern regelmässig unversteuerte Waffen, gefälschte Elektronik und Syndikatsware.
Physische Sicherheit
Das Gelände ist von einem zwei Meter hohen Maschendrahtzaun umgeben. Ein breites Schiebetor bildet die einzige offizielle Fahrzeugzufahrt. An der Rückseite grenzt das Grundstück an einen Entwässerungskanal, dessen Böschung einen unauffälligen Zugang ermöglicht.
Die Lagerhallen bestehen aus Wellblech, Betonstützen und einfachen Rolltoren. Oberlichter und Lüftungsöffnungen bieten alternative Zugänge. Die Aussenbeleuchtung lässt zwischen den Hallen mehrere dunkle Bereiche.
Proben zum Übersteigen des Zauns, Öffnen eines Oberlichts oder unbemerkten Bewegen zwischen den Hallen sind gewöhnlich fordernd ±0.
Wach- und Reaktionskräfte
Nachts arbeitet ein einzelner Wachmann in einem Büro am Haupttor. Er führt jede Stunde eine feste Runde durch das Gelände durch. Ein alter Wachhund bleibt meist beim Büro und wird nur bei Auffälligkeiten mitgenommen.
Der Wachmann trägt eine Schutzweste, eine Pistole, ein Funkgerät und eine schwere Taschenlampe. Bei Gefahr sucht er Deckung und verständigt den externen Sicherheitsdienst.
Externe Verstärkung trifft nach etwa zehn Minuten ein.
Technische Sicherheit
Kameras überwachen das Haupttor, die Fahrwege und die Eingänge der Hallen. Mehrere Kameras besitzen tote Winkel oder verschmutzte Linsen.
Die Rolltore verwenden einfache Zahlencodes. Bewegungsmelder sind nur ausserhalb der Geschäftszeiten aktiv. Ein Alarm wird zunächst an das Wachbüro übertragen.
Technische Sicherungen werden gewöhnlich mit Technik ±0 oder Hacking ±0 überwunden.
Operative Sicherheit
Mieter müssen eine Versicherungskarte und eine Zahlungsadresse angeben. Eine eigentliche Hintergrundprüfung findet nicht statt.
Lieferfahrer und Handwerker werden eingelassen, wenn sie einen Firmennamen und eine Lagernummer nennen können. Die Wachmannschaft besitzt keine eigene Ermittlungskapazität.
Nach einem Einbruch werden Kamerabilder und Mieterdaten an einen externen Ermittler übergeben.
Alarmreaktion
Gelb: Der Wachmann prüft Kameras oder geht
zum betroffenen Bereich.
Orange: Das Tor wird geschlossen und der
Sicherheitsdienst verständigt.
Rot: Der Wachmann zieht sich in sein Büro
zurück und wartet auf Verstärkung.
Schwachstellen
feste Patrouillenroute,
schlecht einsehbarer Entwässerungskanal,
unvollständige Kameradeckung,
gemeinsam genutzte Zugangscodes,
häufige Nachtlieferungen,
Wachhund lässt sich mit vertrautem Geruch oder Futter ablenken.
Dock 47
Anlagentyp: Übergabeplatz in einer
stillgelegten Lagerhalle
Gesamtsicherheit: 1 – Niedrig, während einer
Übergabe teilweise 2 – Mittel
Standort: Long Beach Freeport
Betrieb: Offiziell ungenutzt; unregelmässige
Treffen bei Nacht
Dock 47 ist eine alte Umschlaghalle zwischen aktiven Kühlhäusern und einem aufgegebenen Containerterminal. Die Halle gehört über mehrere Briefkastenfirmen einem lokalen Logistikunternehmen und wird von Fixern, Schmugglern und Syndikaten für diskrete Übergaben vermietet.
Physische Sicherheit
Die Lagerhalle besitzt zwei grosse Rolltore, einen seitlichen Personaleingang und ein teilweise eingestürztes Verwaltungsgebäude. Im Inneren stehen leere Container, Palettenregale und ausgemusterte Gabelstapler, die Sichtlinien unterbrechen und Deckung bieten.
Das Gelände grenzt an Bahngleise, einen Entwässerungskanal und mehrere aktive Lagerplätze. Fahrzeuge können über die offizielle Zufahrt, einen beschädigten Zaun an der Rückseite oder entlang der Gleise anfahren.
Die Aussenbeleuchtung ist schwach. Während einer Übergabe werden einzelne Flutlichter auf die zentrale Freifläche gerichtet, während der Rest der Halle dunkel bleibt.
Wach- und Reaktionskräfte
Im Normalbetrieb gibt es keine festen Wachleute. Während einer Übergabe bringt jede Partei gewöhnlich zwei bis sechs bewaffnete Begleiter mit.
Der Vermieter stellt einen Beobachter im ehemaligen Verwaltungsbüro und einen Fahrer ausserhalb des Geländes. Beide sollen vor allem Polizei, fremde Fahrzeuge oder eine zweite bewaffnete Gruppe erkennen.
Bei grösseren Geschäften können zusätzliche Schützen auf Laufstegen oder zwischen Containern positioniert werden. Eine organisierte Verstärkung existiert nicht. Wer mehr Sicherheit will, muss sie selbst mitbringen.
Technische Sicherheit
Zwei mobile Kameras überwachen Zufahrt und Halleninneres. Die Bilder werden auf einen tragbaren Rekorder im Verwaltungsbüro übertragen und nach Abschluss des Geschäfts gewöhnlich gelöscht.
Bewegungsmelder oder fest installierte Alarme fehlen. Die Rolltore verwenden einfache Vorhängeschlösser und mechanische Ketten.
Vor einer Übergabe kann ein tragbarer Funk- und Cyberscanner aktiviert werden. Er erkennt aktive Sender und grössere elektronische Systeme, kann deren Zweck aber nicht zuverlässig bestimmen.
Operative Sicherheit
Der Ort wird meist erst wenige Stunden vor dem Treffen bekannt gegeben. Beide Seiten erhalten unterschiedliche Anfahrtswege und werden angewiesen, keine zusätzlichen Personen mitzubringen.
Der Vermittler prüft Namen und Fahrzeuge nur oberflächlich. Entscheidend ist, wer für eine Partei bürgt. Unbekannte Teilnehmer gelten als Risiko und müssen draussen warten.
Die Halle wird regelmässig unter anderen Bezeichnungen vermietet. Nach einem Zwischenfall bleibt sie einige Wochen ungenutzt oder wird vollständig aufgegeben.
Alarmreaktion
Gelb: Ein Beobachter meldet ein unbekanntes Fahrzeug oder einen aktiven Sender. Die Übergabe wird unterbrochen, während eine Person die Lage prüft.
Orange: Eine fremde bewaffnete Gruppe oder Polizei wird bestätigt. Ware und Geld werden sofort getrennt, Fahrzeuge gestartet und Fluchtwege besetzt.
Rot: Es fallen Schüsse oder eine Partei versucht, die andere festzusetzen. Die Beteiligten suchen Deckung, sichern ihre Fahrzeuge und verlassen das Gelände auf eigene Faust.
Schwarz: Die Übergabe gilt als Falle. Ware, Fahrzeuge oder verletzte Mitglieder werden zurückgelassen, sofern sie die Flucht gefährden.
Schwachstellen
mehrere unkontrollierte Zugänge,
keine dauerhafte technische Überwachung,
schlechte Sicht innerhalb der Halle,
Sicherheit hängt von den anwesenden Parteien ab,
aktive Nachbarbetriebe können Fahrzeuge und Schüsse bemerken,
das Dach und die Laufstege sind nur schwer vollständig zu kontrollieren,
ein Vermittler kann beiden Seiten unterschiedliche Informationen geben.
Pacific Crown Medical Center
Anlagentyp: Privatklinik
Gesamtsicherheit: 2 – Mittel
Standort: Silver Coast
Betrieb: Rund um die Uhr
Die Klinik behandelt versicherte Konzernangestellte, wohlhabende Privatkunden und diskrete Notfälle. Die öffentlichen Bereiche wirken offen und luxuriös. Operationssäle, Apotheken, Datenarchive und Cyberwarelager sind wesentlich stärker geschützt.
Physische Sicherheit
Das Gebäude besitzt eine offene Eingangshalle, ein Parkhaus, einen Lieferhof und einen Dachlandeplatz. Öffentliche und medizinische Bereiche sind durch gesicherte Türen voneinander getrennt.
Fenster der unteren Stockwerke bestehen aus bruchsicherem Glas. Wartungsschächte, Versorgungsräume und Treppenhäuser sind abgeschlossen. Das Parkhaus bietet jedoch Zugang zu Aufzügen, Technikräumen und Müllentsorgung.
Das unbemerkte Eindringen in interne Bereiche ist gewöhnlich sehr fordernd –2.
Wach- und Reaktionskräfte
Vier Wachleute sichern Eingang, Notaufnahme, Parkhaus und Kontrollraum. Zwei weitere Kräfte bilden ein kleines Reaktionsteam.
Die Wachleute tragen zivile Schutzwesten, Pistolen, Elektroschlagstöcke und Dataphones. Sie sollen Patienten schützen und Gewalt aus den Behandlungsbereichen fernhalten. Bei bewaffneten Angreifern räumen sie Flure und halten wichtige Zugänge.
Verstärkung eines privaten Sicherheitsdienstes trifft nach etwa fünf Minuten ein.
Technische Sicherheit
Kameras überwachen Eingänge, Flure, Apotheken und Aufzüge. Patientenzimmer werden aus Versicherungs- und Haftungsgründen nur teilweise überwacht.
Personal verwendet individuelle Zugangskarten. Apotheke, Cyberwarelager und Operationsbereiche verlangen zusätzlich einen Zahlencode oder eine einfache biometrische Bestätigung.
Die Eingangsschleuse erkennt offen getragene Waffen, grössere Implantate und aktive Funkgeräte. Auffällige Ergebnisse führen zu einer manuellen Prüfung, nicht automatisch zu Alarm.
Technische Systeme werden gewöhnlich mit Technik –2 oder Hacking –2 manipuliert.
Operative Sicherheit
Neue Mitarbeiter werden auf Identität, Ausbildung, frühere Arbeitgeber und medizinische Zulassungen geprüft.
Patienten benötigen eine Versicherung, Vorkasse oder eine bestätigte Kostenübernahme. Notfallpatienten werden zunächst behandelt, aber unmittelbar finanziell und biometrisch erfasst.
Interne Ermittlungen konzentrieren sich vor allem auf Medikamentendiebstahl, Versicherungsbetrug und unzulässige Datenzugriffe.
Alarmreaktion
Gelb: Personal wird gewarnt, und ein
Wachmann prüft die Meldung.
Orange: Aufzüge werden eingeschränkt,
Medikamentenlager verriegelt und Patienten aus gefährdeten
Bereichen verlegt.
Rot: Operationsbereiche werden abgeschottet,
bewaffnete Kräfte übernehmen die Flure und externe Verstärkung
wird angefordert.
Schwarz: Sensible Patientendaten werden
verschlüsselt, gefährliche Medikamente vernichtet und besonders
wichtige Patienten über den Dachlandeplatz evakuiert.
Schwachstellen
hoher Besucher- und Lieferverkehr,
häufig wechselnde externe Ärzte und Techniker,
medizinisches Personal stellt Patientenversorgung über Sicherheitsprotokolle,
Müll- und Wäschelogistik verbindet mehrere gesicherte Bereiche,
medizinische Notfälle können Zugangskontrollen übersteuern,
Versicherungsdaten lassen sich durch glaubwürdige Vorbereitung manipulieren.
Sapphire Room
Anlagentyp: VIP-Bereich eines exklusiven
Nachtclubs
Gesamtsicherheit: 2 – Mittel
Standort: Starline
Betrieb: Täglich von 21:00 bis 05:00 Uhr
Der Sapphire Room liegt im obersten Geschoss des Nachtclubs Blue Heaven. Der Club gehört offiziell einer Unterhaltungsgesellschaft, wird jedoch von den Black Tigers betrieben. Politiker, Stars, Konzernberater, Fixer und Syndikatsmitglieder nutzen den VIP-Bereich für Geschäfte, Affären und Gespräche, die niemals stattgefunden haben.
Physische Sicherheit
Der VIP-Bereich ist nur über einen privaten Aufzug und eine innenliegende Treppe erreichbar. Beide Zugänge führen zunächst zu einer Empfangslounge mit Garderobe und Kontrollpunkt.
Hinter der Lounge liegen mehrere Separees, eine Bar, ein kleiner Tanzbereich und eine verglaste Galerie über dem Hauptclub. Schwere Vorhänge, schallgedämmte Wände und dunkle Spiegel schaffen private Bereiche, behindern aber auch die Übersicht.
Ein Personaltunnel verbindet Küche, Bar und einen privaten Lastenaufzug. Über diesen Weg können Gäste diskret gebracht oder aus dem Gebäude geführt werden.
Wach- und Reaktionskräfte
Zwei Türsteher kontrollieren den privaten Aufzug. Im VIP-Bereich bewegen sich drei unauffällig gekleidete Sicherheitskräfte zwischen Gästen und Personal.
Die Wachleute tragen zivile Schutzwesten, Pistolen und interne Funkgeräte. Sie greifen zunächst körperlich ein und ziehen Waffen nur bei klarer Bedrohung oder auf Befehl der Clubleitung.
Während des Besuchs besonders wichtiger Gäste können persönliche Leibwächter anwesend sein. Diese unterstehen nicht der Clubleitung und können im Alarmfall widersprüchliche Prioritäten besitzen.
Weitere Sicherheitskräfte aus dem Hauptclub erreichen den VIP-Bereich innerhalb von zwei Minuten.
Technische Sicherheit
Der Aufzug benötigt eine freigeschaltete Gästekarte oder Bestätigung durch den Empfang. Ein Metalldetektor prüft Besucher, ist jedoch bewusst unempfindlich eingestellt, damit hochwertige Cyberware und diskrete Waffen nicht ständig Fehlalarme erzeugen.
Kameras überwachen Aufzug, Treppe, Bar und Korridore. Die Separees selbst werden offiziell nicht aufgezeichnet. Mehrere besitzen jedoch versteckte Mikrofone oder Kameras, die nur von der Clubleitung oder ihren Auftraggebern aktiviert werden.
Das interne Netz des VIP-Bereichs steuert Türen, Aufzug, Beleuchtung und Kommunikation. Es ist vom öffentlichen Gästenetz getrennt, aber mit dem Verwaltungssystem des Clubs verbunden.
Operative Sicherheit
Neue Gäste benötigen eine Einladung, einen bekannten Begleiter oder die Zustimmung des Clubbesitzers. Namen werden mit Gästelisten, früheren Besuchen und aktuellen Konflikten abgeglichen.
Mitarbeiter werden auf Verbindungen zu Medien, Polizei und rivalisierenden Syndikaten geprüft. Dennoch arbeiten viele Tänzer, Barkeeper und Hostessen gleichzeitig als Informanten.
Die Clubleitung sammelt Informationen über Gespräche, Zahlungen und persönliche Beziehungen. Sie greift nur ein, wenn ein Vorfall den Ruf des Clubs oder wichtige Gäste gefährdet.
Alarmreaktion
Gelb: Ein Gast verhält sich auffällig oder wird von einer Kamera nicht erkannt. Ein Sicherheitsmann nähert sich höflich und prüft Einladung oder Begleitung.
Orange: Eine Waffe, falsche Identität oder unerlaubte Aufnahme wird bestätigt. Aufzug und Treppe werden kontrolliert, während die betroffene Person diskret in einen Nebenraum gebracht wird.
Rot: Es kommt zu Gewalt oder einem Entführungsversuch. Musik und Beleuchtung werden verändert, um Panik im Hauptclub zu vermeiden. Sicherheitskräfte räumen die VIP-Gäste über den Personaltunnel.
Schwarz: Ein wichtiger Gast wird getötet, entführt oder öffentlich kompromittiert. Aufzeichnungen werden gelöscht oder verändert, Zeugen festgehalten und die Black Tigers übernehmen die weitere Reaktion.
Schwachstellen
grosser Wechsel bei Künstlern und Servicepersonal,
Gäste bringen eigene Leibwächter und Geräte mit,
Separees besitzen absichtlich begrenzte offizielle Überwachung,
hohe Gäste können Kontrollen umgehen,
Bestechung und persönliche Beziehungen sind wichtiger als formale Berechtigungen,
der Personaltunnel verbindet mehrere gesicherte Bereiche,
Clubleitung und Eigentümer verfolgen nicht immer dieselben Interessen.
OmniStar Broadcast Center West
Anlagentyp: Fernsehstudio und
Medienzentrum
Gesamtsicherheit: 2 – Mittel, einzelne Bereiche
3 – Hoch
Standort: Starline
Betrieb: Rund um die Uhr
Das Broadcast Center produziert Nachrichten, Unterhaltung, Werbung und Liveübertragungen. Tausende Mitarbeiter, Gäste, Künstler und Lieferanten passieren täglich das Gelände.
Physische Sicherheit
Das Zentrum besteht aus Studios, Büros, Werkstätten, Requisitenlagern, Tiefgarage und Sendetechnik. Viele Bereiche sind absichtlich offen und repräsentativ gestaltet.
Kulissenwege, Wartungsstege und Technikgänge schaffen zahlreiche alternative Routen. Sendekontrolle, Masterarchiv und Führungsetage sind baulich getrennt und stärker gesichert.
Wach- und Reaktionskräfte
Türsteher und gewöhnliche Wachleute kontrollieren Besucherbereiche. Professionelle Teams sichern Sendekontrolle, Archive und bekannte Stars.
Bei grossen Produktionen arbeiten zusätzliche Leibwächter, Veranstaltungskräfte und Polizei auf dem Gelände. Die tatsächliche Personalstärke schwankt deshalb stark.
Technische Sicherheit
Besucherausweise sind zeitlich und räumlich beschränkt. Kameras sind überall vorhanden, dienen aber teilweise der Produktion und nicht der Sicherheit.
Metalldetektoren und Gepäckkontrollen stehen an den Haupteingängen. Technikpersonal transportiert jedoch ständig Kabel, Werkzeuge, Elektronik und Requisitenwaffen durch die Anlage.
Das Sendesystem, die Gebäudetechnik und das Archivnetz sind voneinander getrennt. Liveproduktionen besitzen Notzugänge, damit technische Probleme schnell behoben werden können.
Operative Sicherheit
Gäste, Darsteller und externe Crews werden überprüft, doch kurzfristige Produktionen erzeugen Lücken. Bekanntheit und persönliche Empfehlungen können formale Prüfungen ersetzen.
OmniStar überwacht Gerüchte, öffentliche Auftritte und mögliche Skandale. Die Gegenaufklärung konzentriert sich stärker auf Informationskontrolle als auf militärische Bedrohungen.
Alarmreaktion
Gelb: Sicherheitskräfte prüfen die Meldung
möglichst diskret, um den Sendebetrieb nicht zu stören.
Orange: Studios werden Stars in sichere Räume
gebracht und Livebilder verzögert.
Rot: Die Sendung wird unterbrochen, bewaffnete
Kräfte übernehmen das Gebäude und Ausgänge werden
kontrolliert.
Schwarz: Archive werden gelöscht,
kompromittierende Aufzeichnungen vernichtet und eine
vorbereitete Ersatzgeschichte ausgestrahlt.
Schwachstellen
sehr viele Besucher und externe Mitarbeiter,
chaotische Produktionsabläufe,
Requisiten und Technik erschweren Scannergebnisse,
öffentlicher Termindruck verhindert vollständige Kontrollen,
Stars und Produzenten umgehen Regeln,
Sicherheit priorisiert das öffentliche Bild des Konzerns.

Nakamura Advanced Systems Lab 7
Anlagentyp: Forschungs- und
Entwicklungszentrum
Gesamtsicherheit: 3 – Hoch
Standort: UC Campus
Betrieb: Schichtbetrieb mit eingeschränktem
Nachtbetrieb
Lab 7 entwickelt Cyberaugen, Mikrosensoren und experimentelle Neuralinterfaces. Das Gebäude liegt innerhalb eines grösseren Campus und ist bereits durch dessen äussere Sicherheit geschützt.
Physische Sicherheit
Das Labor befindet sich auf einem erhöhten Campusplateau. Fahrzeuge erreichen es nur über zwei kontrollierte Zufahrten. Zwischen Parkplatz und Gebäude liegen offene Grünflächen ohne ausreichende Deckung.
Die Fassade besitzt nur wenige schmale Fenster. Dachzugänge, Lüftung und Versorgung führen über gesicherte Technikräume. Das Gebäude ist in öffentliche, administrative, technische und hochsichere Forschungsbereiche gegliedert.
Interne Bereiche können durch Sicherheitstüren und Brandschotts voneinander getrennt werden.
Unbemerkte Annäherung oder bauliches Eindringen ist gewöhnlich schwierig –4.
Wach- und Reaktionskräfte
Ein Dutzend professionelle Konzernwachleute besetzt Kontrollraum, Zugänge und Patrouillen. Zwei Teams mit je vier Kräften stehen für Sicherheitsvorfälle bereit.
Die Wachleute verwenden Schutzwesten, PDWs, taktische Sensoren und verschlüsselte Kommunikation. Patrouillenwege und Kontrollzeiten wechseln täglich.
Kleine Luftdrohnen überwachen Dächer und Freiflächen. Bodendrohnen kontrollieren nachts Laborkorridore und Versorgungsebenen.
Eine taktische Verstärkungseinheit erreicht das Labor nach etwa drei Minuten.
Technische Sicherheit
Zugänge verlangen Firmenausweis und biometrische Bestätigung. Berechtigungen sind auf Arbeitsbereich und Schichtzeit beschränkt.
Kameras verwenden überlappende Sichtfelder, Wärmebild und automatische Verfolgung. Bewegungsmelder, Türkontakte und Zugangsprotokolle werden miteinander abgeglichen.
Die Eingangsschleusen erkennen Waffen, Sprengstoffe, aktive Cyberware und nicht registrierte Geräte. Auffälligkeiten führen zu einer manuellen Kontrolle in einem separaten Prüfbereich.
Das interne Netz ist segmentiert:
Campusverwaltung,
Gebäudetechnik,
Sicherheitsnetz,
Forschungssysteme,
isoliertes Prototypennetz.
Technische Systeme werden gewöhnlich mit Technik –4 oder Hacking –4 überwunden.
Operative Sicherheit
Beschäftigte werden umfassend überprüft. Finanzielle Probleme, Kontakte zu Konkurrenten und ungewöhnliche Zugriffe werden regelmässig ausgewertet.
Forschungsgruppen kennen nur ihren eigenen Projektbereich. Einzelne Komponenten werden absichtlich getrennt entwickelt. Baupläne und Dienstpläne werden nur an zuständiges Personal ausgegeben.
Der Konzern streut veraltete Projektbezeichnungen und falsche Lieferdaten, um externe Beobachter zu täuschen.
Nach einem Vorfall arbeiten Sicherheitsanalysten, Gegenhacker und Ermittler gemeinsam an der Rekonstruktion.
Alarmreaktion
Gelb: Zutritte werden zusätzlich geprüft,
Patrouillen umgeleitet und verdächtige Systeme beobachtet.
Orange: Betroffene Sektionen werden verriegelt,
Forschungspersonal gesammelt und Prototypen in gesicherte
Behälter gebracht.
Rot: Reaktionsteams durchsuchen die Anlage,
Drohnen blockieren Fluchtwege und das Prototypennetz wird
isoliert.
Schwarz: Forschungsdaten werden gelöscht,
Prototypen thermisch zerstört und leitende Wissenschaftler
evakuiert.
Schwachstellen
zahlreiche externe Forschungsgruppen auf dem Campus,
Lieferungen von Versuchsmaterial und Elektronik,
Wissenschaftler umgehen Sicherheitsregeln aus Zeitdruck,
ältere Versorgungstunnel verbinden mehrere Campusgebäude,
Reinigungs- und Wartungspersonal besitzt breitere Bewegungsrechte als viele Forscher,
das isolierte Prototypennetz verlangt gelegentliche physische Datentransfers.
Crownwell Strategic Records Repository
Anlagentyp: Zentrales Finanz- und
Vertragsarchiv
Gesamtsicherheit: 4 – Sehr hoch
Standort: Liberty Island
Betrieb: Dauerbetrieb
Das Repository lagert Originalverträge, Eigentumsnachweise, Kreditinformationen und Sicherungsrechte über Konzerne, Immobilien, Cyberware und ganze Infrastrukturen. Die meisten Daten existieren auch digital, doch die rechtsverbindlichen Hauptkopien befinden sich in isolierten Archivsystemen.
Physische Sicherheit
Die Anlage liegt auf einer künstlichen Insel und ist nur über eine kontrollierte Brücke, einen Versorgungstunnel und einen Hubschrauberlandeplatz erreichbar.
Das Gebäude besteht aus mehreren ineinanderliegenden Beton- und Stahlhüllen. Der öffentliche Verwaltungsbereich liegt weit vom eigentlichen Archivkern entfernt.
Kritische Bereiche besitzen:
gepanzerte Schleusentüren,
unabhängige Stromversorgung,
eigene Luftaufbereitung,
abgeschottete Versorgung,
gesicherte Evakuierungswege,
getrennte Archivkammern.
Die Insel kann ihre Brückenzufahrt blockieren und den Versorgungstunnel fluten.
Bauliches Eindringen oder unbemerkte Annäherung ist gewöhnlich sehr schwierig –6.
Wach- und Reaktionskräfte
Der Normalbetrieb wird durch professionelle Wachmannschaften gesichert. Ein taktisches Team befindet sich dauerhaft in Bereitschaft.
Die Kräfte verfügen über schwere Schutzrüstung, automatische Waffen, taktische Cyberware, Gegenhacker und gepanzerte Einsatzfahrzeuge.
Luft- und Bodendrohnen überwachen Insel, Gebäudehülle und interne Sperrzonen. Sie arbeiten auch bei Ausfall der zentralen Leitstelle mit lokalen Befehlen weiter.
Ein externer Blackridge-Einsatzverband kann die Insel innerhalb weniger Minuten erreichen.
Technische Sicherheit
Jeder Zugang verlangt mehrere unabhängige Bestätigungen:
Firmenausweis,
Biometrie,
Arbeitsauftrag,
zeitlich begrenzte Freigabe,
Bestätigung durch eine zweite Person.
Mitarbeiter dürfen kritische Bereiche niemals allein betreten.
Sicherheitsschleusen prüfen Waffen, Sprengstoffe, aktive Cyberware, Gerätekennungen und ungewöhnliche Körpersignaturen. Verdächtige Personen werden in einer gepanzerten Prüfzelle festgehalten.
Das Archivnetz besitzt keine dauerhafte Verbindung zum öffentlichen Netz. Daten werden über kontrollierte Terminals und physische Datenträger übertragen.
Jede Archivkammer besitzt ein eigenes lokales Netz. Das Öffnen eines Archivs erfordert gleichzeitig digitale und physische Freigaben.
Technische Systeme werden gewöhnlich mit Technik –6 oder Hacking –6 überwunden.
Operative Sicherheit
Alle Beschäftigten durchlaufen langfristige Hintergrundprüfungen. Finanzielle Veränderungen, neue Beziehungen und ungewöhnliche Verhaltensmuster werden fortlaufend untersucht.
Mitarbeiter wechseln regelmässig zwischen Aufgaben. Niemand kennt dauerhaft alle Zugänge, Schichtpläne und Freigabeverfahren.
Gegenaufklärung verbreitet bewusst falsche Grundrisse und unterschiedliche Angaben über die Position zentraler Archive. Beobachtete Späher werden nicht sofort festgenommen, sondern zurückverfolgt.
Das Repository unterhält eine eigene Ermittlungsabteilung. Nach einem Angriff werden Kontakte, Fahrzeuge, Kliniken, Konten und frühere Auftraggeber der mutmasslichen Täter untersucht.
Alarmreaktion
Gelb: Alle Berechtigungen werden erneut
geprüft. Mitarbeiter bleiben an ihren Arbeitsplätzen, und
taktische Kräfte gehen in Bereitschaft.
Orange: Die Insel wird geschlossen. Brücke und
Tunnel werden gesperrt, Archivkammern verriegelt und Besucher
festgesetzt.
Rot: Taktische Teams übernehmen die Anlage.
Drohnen sichern Korridore, Kommunikationswege werden getrennt
und Fluchtziele blockiert.
Schwarz: Ausgewählte Archive werden physisch
vernichtet, Kammern versiegelt und nicht evakuierbare Bereiche
aufgegeben. Der Schutz strategischer Verträge hat Vorrang vor
Personal und Gebäuden.
Schwachstellen
selbst Hochsicherheit benötigt Wartung, Reinigung und Versorgung,
Führungskräfte können Sonderfreigaben erzwingen,
physische Datenträger müssen gelegentlich transportiert werden,
mehrere Sicherheitsanbieter verwenden nicht vollständig kompatible Systeme,
Crownwell bevorzugt rechtliche und finanzielle Kontrolle gegenüber militärischer Einfachheit,
ein echter Administrator kann mehr Schaden anrichten als ein äusserer Angreifer.