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Burn Zone¶

Die Burn Zone ist ein durch Grossbrände, Chemieunfälle und jahrelange Strassenkämpfe verwüsteter Bezirk. Ausgebrannte Wohnblöcke, eingestürzte Fabriken, verseuchte Kanäle und verlassene Verkehrsachsen bilden eine Landschaft aus Beton, Asche und rostendem Stahl. Offiziell wurde das Gebiet evakuiert und dauerhaft gesperrt.
Tatsächlich leben dort Plünderer, Flüchtlinge, Aussteiger, illegale Arbeiter und Menschen, die in anderen Teilen Angel Citys nicht mehr geduldet werden. Zwischen den Ruinen arbeiten versteckte Fabriken, improvisierte Kliniken und autonome Maschinen, deren ursprüngliche Besitzer längst verschwunden sind.
Ruinen und Sperrzonen¶
Die Burn Zone besteht aus mehreren zerstörten Vierteln mit sehr unterschiedlichen Gefahren. Manche Blocks sind nur ausgebrannt und teilweise wieder bewohnt, andere durch Chemikalien, instabile Gebäude oder alte Kampfmittel unpassierbar. Warnschilder, Betonbarrieren und veraltete Sperrposten markieren Grenzen, die sich längst verschoben haben.
Karten sind unzuverlässig. Strassen enden in Trümmern, Tunnel stehen unter Wasser und ganze Gebäude können nach Jahren ohne Vorwarnung einstürzen. Manche Bereiche verändern sich zusätzlich durch Brände, Explosionen und improvisierte Bauarbeiten ihrer Bewohner.
Bewohner und Siedlungen¶
Die Bevölkerung lebt in befestigten Ruinen, U-Bahn-Schächten, Lagerhallen und ausgebrannten Hochhäusern. Kleine Gemeinschaften sichern Wasser, Nahrung und Strom gemeinsam. Andere Gebiete werden von Plündererbanden, Milizen oder einzelnen Warlords kontrolliert.
Neue Bewohner werden misstrauisch geprüft. Wer Fähigkeiten, Vorräte oder Waffen mitbringt, kann aufgenommen werden. Wer nur Schutz sucht, muss Arbeit leisten oder sich einer Gruppe unterstellen.
Illegale Produktion¶
Verlassene Industrieanlagen bieten Raum für Geschäfte, die selbst im Iron Channel zu riskant wären. Hier entstehen Drogen, Munition, nicht lizenzierte Cyberware, billige Drohnen und chemische Kampfstoffe. Alte Produktionslinien werden mit gestohlenen Teilen notdürftig wieder in Betrieb genommen.
Die Qualität schwankt erheblich. Manche Werkstätten liefern überraschend brauchbare Produkte, andere explodieren nach wenigen Wochen. Konzerne nutzen die Burn Zone gelegentlich für ausgelagerte Versuche oder entsorgen dort Anlagen, Material und Personal, das offiziell nicht mehr existiert.
Autonome Kampfmaschinen¶
In mehreren Teilen der Zone patrouillieren noch immer Drohnen, Geschütztürme und Kampfroboter aus früheren Konzernkonflikten. Einige folgen beschädigten Befehlsroutinen, andere schützen längst verlassene Anlagen. Manche wurden von lokalen Technikern umprogrammiert oder dienen als Wachen für Siedlungen und Fabriken.
Besonders gefährlich sind Maschinen, die noch mit alten Konzernnetzen verbunden sind. Sie können jahrelang inaktiv bleiben und plötzlich auf ein Signal, eine Kennung oder eine vergessene Alarmstufe reagieren.
Verseuchung und Versorgung¶
Luft, Boden und Wasser sind in vielen Bereichen belastet. Atemfilter, Schutzkleidung und eigene Wasservorräte gehören zur Grundausstattung. Improvisierte Messgeräte zeigen häufig nur, dass ein Gebiet gefährlich ist, nicht wodurch.
Versorgung gelangt über Schmuggler, Plünderer und kleine Konvois in die Zone. Bezahlt wird mit Dollar, Treibstoff, Medikamenten, Munition oder geborgener Technik. Ein funktionierender Generator oder Wasserfilter kann wertvoller sein als ein ganzer Waffencontainer.
Ein Gebiet für Runner¶
Für Runner ist die Burn Zone Versteck, Schlachtfeld und Bergungsgebiet zugleich. Aufträge drehen sich um verschwundene Personen, alte Datenspeicher, geborgene Prototypen oder Fabriken, die geschlossen werden sollen, bevor ihre Produktion jemandem auffällt.
Hier verschwinden auch Dinge, die selbst Konzerne nicht mehr haben wollen: fehlgeschlagene Projekte, gefährliche Zeugen, instabile KIs und Waffen, deren Existenz nie bestätigt werden durfte. Wer sie sucht, muss damit rechnen, dass sie nicht vergessen wurden.