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Iron Channel¶

Iron Channel ist ein langgezogener Industriebezirk entlang der alten Wasser-, Bahn- und Verkehrskorridore von Angel City. Raffinerien, Chemiewerke, Schrottplätze, Maschinenhallen und billige Arbeiterunterkünfte ziehen sich zwischen Hochstrassen, Kanälen und Gütertrassen entlang. Der Himmel ist meist orange vom Licht der Anlagen, das Wasser schwarz von Öl und Industrieabfällen.
Fast jeder Betrieb verstösst gegen irgendeine Vorschrift. Manche manipulieren Emissionswerte, andere lagern gefährliche Stoffe falsch oder beschäftigen Arbeiter ohne gültige Verträge. Solange Produktion und Lieferungen laufen, interessiert das nur wenige.
Schwerindustrie und Produktion¶
Kessler-Maibach, Sunward und zahlreiche kleinere Zulieferer betreiben im Iron Channel Fabriken, Raffinerien und Montagewerke. Produziert werden Fahrzeugteile, Munition, Chemikalien, Baustoffe, Energiekomponenten und industrielle Cyberware.
Viele Anlagen arbeiten rund um die Uhr. Maschinenlärm, Warnsirenen und der Geruch von Metall, Treibstoff und Lösungsmitteln prägen den Bezirk. Ausfälle werden schnell repariert, Unfälle meist noch schneller als Betriebsstörung klassifiziert.
Schrottplätze und Recycling¶
Zwischen den grossen Werken liegen gewaltige Schrottplätze. Dort werden Fahrzeuge, Maschinen, Drohnen, Waffen und beschädigte Cyberware zerlegt. Verwertbare Teile gehen zurück in die Industrie, der Rest wird eingeschmolzen, exportiert oder in den Kanälen entsorgt.
Viele Schrottplätze sind zugleich Werkstatt, Markt und Schwarzlager. Techniker bauen aus alten Komponenten funktionierende Maschinen zusammen, während Schieber gestohlene Teile zwischen legalem Altmetall verstecken.
Arbeiterunterkünfte¶
Die meisten Arbeiter leben in billigen Wohnanlagen nahe den Fabriken. Containerblöcke, Wohnheime und alte Motels bieten kurze Wege, niedrige Mieten und kaum Komfort. Viele Unterkünfte gehören direkt den Arbeitgebern und werden über den Lohn verrechnet.
Schichtarbeit bestimmt den Alltag. Bars, Imbisse, Kliniken und Geschäfte passen ihre Öffnungszeiten an die Fabriken an. Wer seine Stelle verliert, verliert häufig auch Wohnung, Versicherung und Zugang zu medizinischer Versorgung.
Umwelt und Gesundheit¶
Die Luft ist schwer, das Wasser belastet und der Boden voller Altlasten. Atemwegsprobleme, Hautschäden und Vergiftungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Helix betreibt günstige Arbeiterkliniken, die Symptome behandeln und Patienten möglichst schnell wieder einsatzfähig machen.
Offizielle Messstationen melden meist Werte innerhalb zulässiger Grenzen. Unabhängige Sensoren halten in der Umgebung selten lange durch.
Sicherheit und Kontrolle¶
Werkschutz und private Sicherheitskräfte sichern Fabriken, Tanklager und wichtige Verkehrswege. Arbeiterquartiere und Schrottplätze werden dagegen von lokalen Crews, Gewerkschaftsresten oder Schutzgemeinschaften kontrolliert.
Streiks, Sabotage und Diebstahl werden hart verfolgt. Ein gestohlener Werkzeugkoffer interessiert niemanden, doch schon ein beschädigtes Förderband kann ein bewaffnetes Einsatzteam auslösen. Im Iron Channel wird Eigentum nach Produktionswert geschützt.
Ein Bezirk für Runner¶
Für Runner bietet Iron Channel Ziele wie Fabriken, Gefahrgutlager, Schrottplätze und schlecht dokumentierte Versorgungstunnel. Aufträge drehen sich um Sabotage, gestohlene Bauteile, verschwundene Arbeiter oder Beweise für Umweltverbrechen.
Der Bezirk selbst ist fast so gefährlich wie seine Sicherheitskräfte. Chemikalien, schwere Maschinen und instabile Anlagen können einen Einsatz innerhalb von Sekunden eskalieren lassen. Im Iron Channel genügt manchmal ein Funke, um einen ganzen Auftrag in Brand zu setzen.