Hintergrund

The image displays a collection of various fantasy symbols including a tree, a lightning bolt, a compass, a sword, a circle, and a swirling pattern, all within a minimalist, white background. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

Elementargezeichnete

Elementargezeichnete sind Menschen, deren Körper dauerhaft von elementarer Macht verändert wurde. Manche tragen diese Kraft seit ihrer Geburt in sich. Andere wurden durch einen Dschinn, einen Dämon, einen Pakt, ein misslungenes Ritual oder den Kontakt mit einem mächtigen Elementarort verändert. Gemeinsam ist ihnen, dass Feuer, Erde, Wasser oder Luft nicht nur auf sie wirken, sondern in ihnen weiterleben.

Die Veränderung beginnt oft unscheinbar. Die Haut bleibt ungewöhnlich warm oder kalt. Haare bewegen sich ohne Wind. Wasser perlt nicht richtig ab. Staub sammelt sich an den Füssen. Metall knistert bei Berührung. Viele Betroffene halten solche Anzeichen zunächst für eine Krankheit, einen Fluch oder eine Nebenwirkung von Magie.

Spätestens unter Gefahr zeigt sich, was wirklich in ihnen steckt.

Wenn ein Elementargezeichneter verletzt, erschöpft oder stark unter Druck gesetzt wird, kann die gebundene Kraft ausbrechen. Feuer schlägt aus der Haut, Luft stösst Menschen zurück, Wasser quillt aus Kleidung und Mund, oder der Boden reisst unter den Füssen auf. Solche Ausbrüche sind selten sauber kontrolliert. Sie können den Betroffenen retten, aber ebenso Gefährten verletzen, Gebäude beschädigen oder ein kleines Problem in einen Brand verwandeln.

Die Elemente

Elemente sind keine gewöhnlichen Stoffe, sondern grundlegende Formen elementarer Macht. Feuer ist daher nicht bloss eine Flamme, Wasser nicht nur eine Flüssigkeit und Stein nicht einfach festes Gestein. Das sichtbare Material ist lediglich die häufigste Form, in der sich die jeweilige Kraft zeigt.

Die Einteilung der Elemente folgt nicht vollständig der Naturkunde. Verwandte Erscheinungen können unterschiedlichen Elementen angehören, wenn ihre Kräfte sich anders verhalten. Eis ist deshalb nicht bloss gefrorenes Wasser, Stein nicht einfach verdichtete Erde und Blitz keine besonders helle Form des Windes. Gelehrte streiten seit Jahrhunderten darüber, ob die elf bekannten Elemente tatsächlich voneinander getrennt sind oder nur verschiedene Erscheinungen einer tieferen Ordnung darstellen.

Blitz

Blitz ist das Element elektrischer Spannung, plötzlicher Entladung und unkontrollierter Bewegung von Kraft. Er zeigt sich als Funken, Lichtbogen, Knall, Kribbeln und grelle Entladung.

Blitz wirkt schnell und meist nur für einen Augenblick. Er kann Muskeln verkrampfen, Metall erhitzen, Geräte beschädigen und brennbares Material entzünden. Anders als Feuer breitet er sich nicht langsam aus, sondern sucht sich unmittelbar einen Weg durch leitfähiges Material.

Elementarer Blitz kann erzeugt und gelenkt, aber kaum dauerhaft geformt werden. Er eignet sich für schnelle Angriffe, das Überladen von Geräten und das Durchschlagen leitender Verbindungen. Eine elektrische Entladung bleibt nicht als nutzbare Masse zurück.

Eis

Eis ist das Element der Kälte, Erstarrung und festen kristallinen Form. Es zeigt sich als Frost, Reif, Schnee, Hagel und massives Eis. Obwohl Eis aus Wasser entstehen kann, folgt seine elementare Kraft anderen Regeln.

Wasser bewegt sich und passt sich an. Eis hält fest, verlangsamt und bewahrt Formen. Es bildet glatte Flächen, scharfe Kanten, feste Brücken und schwere Blöcke. Gleichzeitig bleibt es spröde und kann unter grosser Belastung brechen.

Elementares Eis kann ohne vorhandenes Wasser entstehen, benötigt dafür aber meist erhebliche Kraft. Es eignet sich zum Errichten fester Formen, zum Kühlen, Versiegeln und Behinderung von Bewegung. Unter gewöhnlichen Bedingungen beginnt es nach Ende der Wirkung zu schmelzen.

Erde

Erde ist das Element des Bodens, des Gewichts und der formbaren Masse. Es umfasst Lehm, Sand, Staub, Schlamm, Ton und lockeres Gestein. Erde kann verdichtet, gelockert, bewegt und in grobe Formen gebracht werden.

Im Gegensatz zu Stein ist Erde nachgiebig. Sie kann fliessen, absacken, aufgeworfen oder festgestampft werden. Ihre Kraft zeigt sich weniger durch Härte als durch Masse, Druck und Standfestigkeit. Erde begräbt, trägt, bremst und bildet den Untergrund, auf dem fast alles andere steht.

Elementare Erde eignet sich zum Errichten von Wällen, Gräben, Rampen und Deckung. Sie kann Wege blockieren, Fundamente untergraben oder Gelände begehbar machen. Präzise Steinmetzarbeiten gehören jedoch nicht zu ihr.

Feuer

Feuer ist das Element der Hitze, Verbrennung und schnellen Freisetzung von Kraft. Es zeigt sich als Flamme, Glut, Funken, Rauch und heisse Asche. Feuer breitet sich aus, solange es Nahrung und Luft findet, und verändert fast alles, was es berührt.

Elementares Feuer muss nicht aus gewöhnlichem Brennstoff entstehen. Es kann auf nacktem Stein brennen, unter Wasser aufflammen oder aus einem Körper hervorbrechen. Solche Flammen folgen der elementaren Kraft, nicht immer den Gesetzen eines Herdfeuers. Trotzdem bleibt Feuer sichtbar, heiss und gefährlich.

Feuer eignet sich besonders zum Zerstören, Erwärmen, Entzünden, Abschrecken und Beleuchten. Es lässt sich nur schwer unauffällig einsetzen. Wo Feuer wirkt, bleiben meist Rauch, Hitze, verbranntes Material und Leute zurück, die Fragen stellen.

Holz

Holz ist das Element pflanzlichen Wachstums, lebender Fasern und verwurzelter Kraft. Es umfasst Bäume, Wurzeln, Ranken, Dornen und andere verholzte Pflanzen. Auch bearbeitetes Holz kann beeinflusst werden, reagiert jedoch schwächer als lebendes Material.

Holz wächst, biegt sich und repariert Schäden, solange Leben und Nahrung vorhanden sind. Seine Kraft ist langsamer als Feuer oder Blitz, kann dafür aber dauerhaft weiterwirken. Wurzeln sprengen Stein, Ranken fesseln Gliedmassen und Dornen bilden dichte Hindernisse.

Elementares Holz kann Pflanzen wachsen lassen, vorhandenes Holz bewegen und einfache Formen hervorbringen. Es erschafft jedoch keine vollkommenen Werkstücke ohne handwerkliche Bearbeitung. Ein gewachsener Schild ist möglich. Ein funktionierendes Uhrwerk aus Holz eher nicht.

Leere

Leere ist das Element der Abwesenheit, des Entzugs und des Raums zwischen den Dingen. Sie besitzt keinen natürlichen Stoff, den man sammeln oder berühren kann. Ihre Wirkung zeigt sich darin, dass etwas weniger wird: Licht, Wärme, Geräusch, Bewegung oder magische Kraft.

Leere erzeugt Dunkelheit nicht durch Schatten, sondern durch das Fehlen von Licht. Sie erzeugt Kälte nicht durch Eis, sondern durch den Entzug von Wärme. In starken Erscheinungen kann sie Materie schwächen, Magie dämpfen und den Raum selbst unzuverlässig machen.

Elementare Leere ist schwer zu untersuchen und noch schwerer sicher zu formen. Sie eignet sich zum Dämpfen, Verschleiern, Auflösen und Unterdrücken anderer Kräfte. Wo sie zu stark wirkt, können tote Zonen entstehen, in denen Licht, Klang oder Magie nur eingeschränkt bestehen.

Leere gilt nicht als böse. Sie ist jedoch weniger verständlich als die stofflichen Elemente und hinterlässt oft keine sichtbaren Spuren ausser dem, was fehlt.

Licht

Licht ist das Element der Helligkeit, Strahlung und Sichtbarkeit. Es zeigt sich als Schein, Strahl, Glühen, Reflexion und blendende Entladung. Elementares Licht benötigt keine Lampe, keine Flamme und keine sichtbare Quelle.

Licht macht Dinge sichtbar, vertreibt Dunkelheit und kann über grosse Entfernung wirken. In schwacher Form beleuchtet es. Gebündelt blendet, erhitzt oder verbrennt es. Licht kann verborgene Zeichen, durchscheinende Stoffe und Dinge sichtbar machen, die sich vor gewöhnlichen Augen verbergen.

Elementares Licht kann bewegt, gebündelt und in einfache Flächen oder Strahlen geformt werden. Es bleibt jedoch nicht als fester Stoff bestehen. Sobald die Kraft endet, verschwindet auch das erzeugte Licht.

Licht gilt nicht als gut oder heilig. Es offenbart, aber es schützt nicht automatisch. Ein greller Lichtstrahl unterscheidet nicht zwischen einem Monster und dem Auge eines Verbündeten.

Metall

Metall ist das Element der Festigkeit, Leitfähigkeit und geschmiedeten Form. Es umfasst Eisen, Stahl, Kupfer, Bronze, Silber und andere metallische Stoffe. Erz im Gestein gehört erst dann vollständig zum Metall, wenn es vom umgebenden Stein getrennt wurde. Verhüttung und Bearbeitung verändern das Material, aber nicht seine elementare Zugehörigkeit.

Metall unterscheidet sich von Stein durch seine Zähigkeit und Formbarkeit. Stein bricht unter ausreichender Gewalt. Metall verbiegt sich, wird geschmiedet, geschärft oder wieder eingeschmolzen. Es trägt Belastung, leitet Hitze und Blitz und kann dauerhaft präzise Formen annehmen.

Elementares Metall kann bewegt, gebogen, verbunden und in einfache Formen gebracht werden. Klingen lassen sich schärfen, Risse in Metallplatten schliessen und lose Stücke zu Ketten, Stäben, Platten oder groben Werkzeugen formen. Komplizierte Mechanismen, Schlösser und fein gearbeitete Waffen entstehen dadurch jedoch nicht ohne entsprechendes Handwerk.

Die Kraft wirkt besonders gut auf unbefestigtes und unbearbeitetes Metall. Getragene Waffen, Rüstungen und fest verbaute Metallteile widersetzen sich der Formung durch ihre Masse, Befestigung und die Bewegung ihres Trägers. Magische Gegenstände und Metalle, die bereits von einer anderen Kraft beherrscht werden, können nicht ohne Weiteres verändert werden.

Säure

Säure ist das Element der Auflösung, Zersetzung und chemischen Veränderung. Sie zeigt sich als ätzende Flüssigkeit, Dampf, Schaum oder scharfer Niederschlag. Ihre Wirkung ist meist langsamer als die von Feuer, kann aber Materialien angreifen, die Hitze und Schlägen widerstehen.

Säure löst, verätzt und schwächt. Sie frisst sich durch Metall, Holz, Leder und Fleisch, wobei unterschiedliche Stoffe unterschiedlich schnell reagieren. Manche elementaren Säuren wirken nur auf lebendes Gewebe, andere bevorzugen Metalle oder mineralische Stoffe.

Elementare Säure bleibt nach ihrer Erzeugung bestehen, bis sie verdünnt, neutralisiert oder verbraucht wurde. Sie eignet sich zum Öffnen von Hindernissen, Zerstören von Ausrüstung und Schädigen widerstandsfähiger Ziele. Ihr Einsatz hinterlässt fast immer gefährliche Rückstände.

Stein

Stein ist das Element des festen Felses, der mineralischen Härte und dauerhafter Form. Es umfasst Fels, Kristall, Erzadern und natürlich entstandenes Gestein. Stein ist mit Erde verwandt, aber weniger formbar und deutlich widerstandsfähiger.

Während Erde aufgeschüttet und verdichtet wird, muss Stein gebrochen, verschoben oder neu zusammengefügt werden. Seine Kraft zeigt sich durch Stabilität, Härte und Widerstand gegen Veränderung. Stein trägt Mauern, hält Druck aus und bleibt liegen, wenn andere Elemente längst vergangen sind.

Elementarer Stein eignet sich zum Errichten dauerhafter Hindernisse, Verstärken von Bauwerken, Öffnen von Fels und Formen grober steinerner Strukturen. Feine Bildhauerarbeiten oder komplizierte Mechanismen erfordern weiterhin handwerkliches Können.

Wasser

Wasser ist das Element der Strömung, der Flüssigkeit und der Anpassung an vorhandenen Raum. Es umfasst fliessendes Wasser, Regen, Nebel, Dampf und natürliche Feuchtigkeit. Wasser nimmt Formen an, ohne sie dauerhaft zu behalten.

Seine Kraft liegt in Bewegung, Druck und Menge. Ein kleiner Strom findet Ritzen, ein grosser reisst Türen, Menschen und ganze Gebäude mit sich. Wasser kann reinigen, kühlen und tragen, aber ebenso ertränken, unterspülen und Vorräte verderben.

Elementares Wasser kann erzeugt, gesammelt, umgeleitet oder verdrängt werden. Es bleibt jedoch Wasser und folgt gewöhnlich Gefälle, Behältern und Öffnungen. Eis gehört als eigenständige elementare Kraft nicht zum Wasser, auch wenn beide eng miteinander verbunden sind.

Wind

Wind ist das Element bewegter Luft, des Drucks und der Strömung. Er zeigt sich als Zugluft, Böe, Sturm, Wirbel oder plötzlicher Druckwechsel. Wind besitzt keinen festen Körper, kann aber deutlich spürbare Kraft ausüben.

Wind bewegt Rauch, Staub, Segel, Geschosse und leichte Gegenstände. Starker Wind reisst Türen auf, wirft Menschen um oder drückt ihnen die Luft aus der Brust. Seine Kraft ist schnell, weitreichend und schwer einzusperren.

Elementarer Wind eignet sich zur Bewegung, zum Fliegen, zum Verdrängen von Gasen und zum Beeinflussen von Geschossen. Er kann kaum dauerhaft bestehen. Sobald die elementare Kraft endet, beruhigt sich die Luft wieder.

Formen der Gezeichneten

Elementargezeichnete werden gewöhnlich nach ihrem vorherrschenden Element unterschieden. Neben Feuer, Erde, Wasser und Wind zählen auch Eis, Blitz und Säure als eigenständige Elemente. Die Einteilung folgt dabei nicht den Lehren gewöhnlicher Naturkunde, sondern den unterschiedlichen elementaren Mächten, die in den Gezeichneten wirken.

Blitzgezeichnete

Blitzgezeichnete tragen eine unstete, elektrische Kraft in sich. Ihre Haare stehen ohne erkennbaren Grund ab, Metall knistert bei Berührung, und kleine Funken springen zwischen Fingern, Schmuckstücken oder Waffen über. Manche bewegen sich ruckartig und schnell, schlafen schlecht oder zucken bei Anspannung unwillkürlich. Bei starken Blitzgezeichneten leuchten feine Linien unter der Haut auf, und ihre Augen blitzen kurz auf, bevor sich ihre Kraft entlädt.

Eisgezeichnete

Eisgezeichnete besitzen kalte Haut, helles oder nahezu farbloses Haar und Augen, die wie gefrorenes Wasser oder blasses Glas wirken können. In ihrer Nähe bildet sich Reif auf Metall, Atem bleibt länger sichtbar, und dünne Wasserschichten können gefrieren. Stärkere Eisgezeichnete entwickeln durchscheinende Hautstellen, kristalline Nägel oder harte, kantige Ablagerungen an Armen und Schultern. Ihre Kraft ist fest, kalt und häufig leichter dauerhaft zu formen als Wasser.

Erdgezeichnete

Erdgezeichnete entwickeln harte Haut, mineralische Ablagerungen, schwere Knochen oder eine ungewöhnliche Standfestigkeit. Manche riechen nach Lehm, Staub oder frischer Erde. Ihre Kraft umfasst Boden, Sand, Schlamm und lockeres Gestein. Bei starken Erdgezeichneten können Haut und Gliedmassen teilweise wie verdichtete Erde, Ton oder gepresster Sand aussehen.

Feuergezeichnete

Feuergezeichnete besitzen eine hohe Körperwärme, trockene Haut, glühende Augen oder Haare, die an Funken, Rauch oder Flammen erinnern. Ihre Kraft ist sichtbar, schnell und schwer zu verbergen. Viele wirken reizbar, obwohl dies oft nur eine Erwartung ihrer Umgebung ist. Ein stiller Feuergezeichneter wird genauso misstrauisch betrachtet wie ein lauter.

Holzgezeichnete

Holzgezeichnete besitzen eine enge Verbindung zu lebendem Pflanzenmaterial. Ihre Haut zeigt Linien wie Maserung, ihre Haare können an Gras, Ranken, Blätter oder dünne Zweige erinnern, und kleine Knospen oder Dornen wachsen manchmal an Schultern und Armen. Verletzungen können Harz statt Blut absondern, während abgeschnittene Haare oder Nägel langsam weiterwachsen. Ihre Kraft umfasst Holz, Wurzeln, Ranken und lebende Pflanzen. Totes, verarbeitetes Holz lässt sich ebenfalls beeinflussen, reagiert aber meist schwächer als ein lebender Baum. Holzgezeichnete wirken nicht immer sanft oder friedlich. Dornen, splitterndes Holz und Wurzeln, die durch Mauerwerk brechen, räumen solche Erwartungen gewöhnlich schnell aus.

Leeregezeichnete

Leeregezeichnete tragen keine sichtbare Substanz in sich, sondern eine elementare Abwesenheit. Licht wirkt in ihrer Nähe schwächer, Geräusche werden dumpf, und Farben verlieren an Kraft. Ihre Haut kann ungewöhnlich blass, tiefschwarz oder an einzelnen Stellen kaum richtig wahrnehmbar erscheinen. Manche besitzen Augen ohne erkennbare Iris, werfen einen unvollständigen Schatten oder scheinen am Rand ihres Körpers leicht zu verschwimmen. Ihre Kraft erzeugt Dunkelheit, Stille, Kälte und Bereiche, in denen Materie oder Magie geschwächt werden. Sie erschafft nichts, sondern nimmt Raum, Wärme, Licht oder Kraft fort. Deshalb gelten Leergezeichnete selbst unter anderen Elementargezeichneten als selten und beunruhigend.

Lichtgezeichnete

Lichtgezeichnete besitzen oft helle Augen, warme Haut oder Haare, die selbst im Schatten einen schwachen Schimmer zeigen. In ihrer Nähe wirken Farben klarer, Metall glänzt stärker, und kleine Lichtreflexe erscheinen ohne erkennbare Quelle. Manche werfen mehrere schwache Schatten oder leuchten unter Anspannung entlang der Adern und Narben. Ihre Kraft umfasst Helligkeit, Strahlung, Blendung und gebündeltes Licht. Starke Lichtgezeichnete können kaum noch unauffällig bleiben: Ihre Augen leuchten, ihre Haut wird durchscheinend, und aus Rissen oder Verletzungen tritt Licht statt Blut.

Metallgezeichnete

Metallgezeichnete besitzen häufig kühle Haut, einen schwachen metallischen Geruch oder Augen, deren Farbe an Stahl, Kupfer, Messing oder Quecksilber erinnert. Nägel, Zähne und Knochen können ungewöhnlich hart sein, und bei manchen entstehen glatte, glänzende oder angelaufene Stellen auf der Haut. Unter Anspannung treten feine metallische Linien entlang der Adern hervor, während Berührungen an Waffen, Werkzeugen oder Rüstungen ein leises Klingen verursachen.

Säuregezeichnete

Säuregezeichnete zeigen meist körperliche Veränderungen, die andere Menschen besonders beunruhigen. Ihre Haut kann fleckig, glasig oder ungewöhnlich glatt wirken. Schweiss, Speichel oder Tränen riechen scharf und können schwache Materialien verfärben oder angreifen. Manche entwickeln dunkle Adern, verfärbte Zähne oder hornartige Stellen, die selbst von starker Säure nicht beschädigt werden. Ihre Kraft löst Stoffe auf, verätzt Oberflächen und hinterlässt sichtbare Schäden, weshalb Säuregezeichnete besonders häufig für vergiftet, krank oder dämonisch gehalten werden.

Steingezeichnete

Steingezeichnete wirken schwer, fest und widerstandsfähig. Ihre Haut kann rau, rissig oder stellenweise von Platten aus Fels, Schiefer oder Kristall bedeckt sein. Haare wachsen manchmal wie steife mineralische Fasern, während Augen an geschliffenen Stein oder dunkle Höhlen erinnern. Anders als Erdgezeichnete beherrschen sie nicht lockeren Boden und Sand, sondern festen Fels, Mauern, Gestein und Kristall. Bei starken Steingezeichneten verschwinden ganze Körperteile unter einer harten steinernen Schicht, Gelenke knirschen bei Bewegung, und ihre Schritte hinterlassen Risse in schwachem Untergrund.

Wassergezeichnete

Wassergezeichnete besitzen kühle oder feuchte Haut, dunkle Augen, durchscheinende Stellen oder Haare, die ständig nass wirken. Wasser sammelt sich an ihren Händen, Kleidung trocknet nur langsam, und ihre Schritte hinterlassen manchmal feuchte Spuren. Einige können ungewöhnlich lange die Luft anhalten oder bewegen sich im Wasser, als wären sie dort leichter. Dampf, Nebel und fliessendes Wasser gehören zu ihrem Element, nicht jedoch Eis.

Windgezeichnete

Windgezeichnete sind häufig leicht gebaut, bewegen sich auffällig ruhig oder werden von ständigen Luftzügen begleitet. Kleidung flattert, Staub weicht aus, Türen bewegen sich in ihrer Nähe, und Stimmen tragen weiter als erwartet. Ihre Kraft zeigt sich durch Druck, Strömung, Sturm und bewegte Luft. Blitz und elektrische Entladungen gelten als eigenes Element.

Halbdschinns und Halbdämonen

Halbdschinns und Halbdämonen gelten als besondere Formen der Elementargezeichneten.

Ein Halbdschinns stammt von einem Dschinn ab oder wurde durch dessen Macht geformt. Nicht jeder Halbdschinn kennt seinen Ursprung. Dschinn denken in langen Zeiträumen, reisen durch schwer erreichbare Orte und hinterlassen nicht immer eine verständliche Erklärung. Manche erkennen ihre Nachkommen an. Andere behandeln sie wie eine alte Verpflichtung, einen gelungenen Versuch oder eine Angelegenheit, über die nicht gesprochen werden muss.

Halbdämonen tragen elementare Kraft, die durch einen Dämon oder eine dämonische Blutlinie geprägt wurde. Der Unterschied ist nicht immer sichtbar. Auch Gelehrte können selten sicher bestimmen, ob eine Veränderung dschinnisch, dämonisch oder durch eine andere elementare Macht entstanden ist. Für viele gewöhnliche Leute spielt das ohnehin keine Rolle. Hörner, glühende Augen oder Rauch aus dem Mund führen selten zu einer sachlichen Untersuchung.

Nicht jeder Halbdämon ist verdorben, und nicht jeder Halbdschinn ist edel oder weise. Die Herkunft bestimmt die Art ihrer Kraft, nicht ihren Charakter.

Leben mit der elementaren Kraft

Die meisten Elementargezeichneten führen zunächst ein gewöhnliches Leben. Sie wachsen in Dörfern, Städten, Lagern, Adelshäusern oder Werkstätten auf. Erst mit dem ersten Ausbruch verändert sich ihre Stellung.

Manche Familien schützen das betroffene Kind und suchen Hilfe. Andere verstecken es. Einige versuchen, die Veränderung durch Gebete, Medikamente, Aderlass oder schlechte Ratschläge zu beseitigen. Wohlhabende Familien wenden sich an Magier, Alchemisten oder Gelehrte. Arme Familien hoffen oft nur, dass beim nächsten Ausbruch nicht das Dach brennt.

In grösseren Städten sind Elementargezeichnete bekannt, aber selten. Akademien untersuchen sie, Magiergilden wollen sie registrieren, und Adelshäuser sehen in ihnen mögliche Diener, Waffen oder Ehepartner mit interessanter Blutlinie. Söldnerkompanien nehmen sie gern auf, solange sie ihre Kraft beherrschen. Wer einen Feind anzünden kann, findet meistens Arbeit. Wer dabei auch die eigene Mannschaft anzündet, deutlich weniger.

Die häufigste Reaktion bleibt Vorsicht. Elementargezeichnete sehen meistens menschlich aus, bis sie es plötzlich nicht mehr tun. Genau das macht viele Leute nervös.

Kontrolle und Verwandlung

Ein Elementargezeichneter kann lernen, seine Kraft bewusst hervorzurufen. Mit Übung wird aus dem unkontrollierten Ausbruch eine nutzbare Fähigkeit. Der Betroffene kann sein Element formen, Angriffe daraus bilden und eine halb-elementare Gestalt annehmen.

In dieser Gestalt wird die Veränderung deutlich sichtbar. Haut kann zu Stein, Wasser, Glut oder wirbelnder Luft werden. Augen verlieren ihre menschliche Form. Kleidung und Ausrüstung bleiben meist bestehen, wirken aber von der Kraft durchzogen. Feuer läuft über Metall, Wasser fliesst durch Stoff, Staub sammelt sich in Rüstungsspalten, oder der Körper wird von ständigem Wind umgeben.

Die Gestalt ist mächtig, aber belastend. Sie kostet Kraft und kann nicht beliebig lange erhalten werden. Unerfahrene Elementargezeichnete vermeiden sie ausserhalb des Kampfes. Nicht nur wegen der Anstrengung. Ein Mensch mit glühender Haut erhält in einem überfüllten Gasthaus selten ein Zimmer neben dem Strohlager.

Mit wachsender Meisterschaft können Elementargezeichnete ihr Element immer freier formen. Sie erschaffen Wände, Waffen, Bewegungswege und grössere Veränderungen der Umgebung. Dabei wird die Grenze zwischen Mensch und Element zunehmend dünn.

Die wahre Gestalt

Einige wenige Elementargezeichnete nehmen ihre Kraft vollständig an. Ihr Körper ist dann nicht mehr nur von einem Element durchzogen, sondern wird selbst zu einem elementaren Wesen. Diese Form wird als wahre Gestalt bezeichnet.

In ihrer wahren Gestalt gleichen sie Dschinnen, Dämonen oder Wesen, für die es keinen gebräuchlichen Namen gibt. Sie benötigen weder Atemluft noch Nahrung oder Schlaf und sind gegen viele gewöhnliche Gefahren geschützt. Ihr Körper ist jedoch nicht länger vollständig aus Fleisch. Gewöhnliche Heilmittel helfen ihnen kaum noch, und ihre elementaren Merkmale lassen sich nicht verbergen.

Nicht jeder, der diesen Zustand erreicht, betrachtet ihn als Vollendung. Manche sehen darin Freiheit. Andere erkennen erst zu spät, dass sie nicht mehr vollständig zu den Menschen gehören. Die Rückkehr in eine menschliche Gestalt ändert daran wenig. Familie, Nachbarn und alte Freunde wissen nun, was unter der Haut liegt.

Stellung auf Aerd

Es gibt kein gemeinsames Volk der Elementargezeichneten. Sie besitzen keine eigene Heimat, keine einheitliche Kultur und keine gemeinsame Herrschaft. Ein Feuergezeichneter aus den Mittleren Reichen hat meist mehr mit seinen Nachbarn gemeinsam als mit einem Feuergezeichneten aus einem fernen Land.

Trotzdem erkennen viele einander. Gemeinsame Erfahrungen verbinden: der erste Ausbruch, die Angst vor Kontrollverlust, die neugierigen Magier, die abergläubischen Nachbarn und Auftraggeber, die erstaunlich freundlich werden, sobald sie etwas Brennbares beseitigt haben wollen.

In manchen Regionen gelten Elementargezeichnete als Gesegnete, in anderen als Verdorbene. Tempel können sie schützen oder verfolgen. Dschinnkulte suchen in ihnen Mittler. Dämonenjäger behandeln sie je nach Orden als Opfer, Gefahr oder beides. Magier betrachten sie gern als Forschungsgebiet. Elementargezeichnete selbst finden das gewöhnlich weniger spannend.

Die meisten versuchen nicht, eine grosse Bestimmung zu erfüllen. Sie suchen Kontrolle, Arbeit, Schutz oder Antworten. Einige wollen wissen, woher ihre Kraft stammt. Andere wollen genau das niemals herausfinden.

Für Abenteurerkompanien sind sie wertvolle Gefährten. Sie können Feuer durchqueren, Wasser beherrschen, Mauern formen oder sich vom Wind tragen lassen. Gleichzeitig bringen sie eine Kraft mit, die nicht immer auf Befehle hört.